VorkommenLinks (0)
Länder:+1Kontinente:EU
Männchen
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Ähnliche Arten

Nach Haslberger et al.(2017) steht die neue Art morphologisch zwischen Ancylis diminutana und Ancylis geminana, genetisch steht er letzterer am nächsten. Wie bei den meisten Angehörigen der Gattung Ancylis sind die Genitalunterschiede zwischen verwandten Arten wenig ausgeprägt. Nach Gilligan et al. (2016) können die drei Arten durch eine Kombination von Flügelmuster, Färbung und Größe unterschieden werden. Die Longitudinallinie bei A. geminana kurviger und bei A. christiandinana mehr gewinkelt. Die Färbung des Vorderflügels ist bei A. christiandiana eintöniger und weniger kontrastreich als bei A. geminana. Die Costalhälfte ist bei A. christiandiana dunkel graubraun, bei A. diminutana heller rotbraun gefärbt. A. christiandiana und A. geminana sind beide größer als A. diminutana.

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

Nach Gilligan et al. (2016) noch unbekannt; wahrscheinlich werden - wie von den verwandten Arten - Weiden (Salix spp.) genutzt.

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Nein, die Namensgeberin heißt nicht Diana Christian; Gilligan et al. (2016) lassen wissen: "The species name christiandiana is an artificial compound form of the forenames of two colleagues who contributed to this study, Christian Wieser and Andi [Andreas] Segerer."

4.2. Taxonomie

Huemer (2013) berichtete: "Der taxonomische Status von habituell Ancylis geminana ähnelnden, jedoch im DNA Barcode deutlich divergierenden Individuen aus Südkärnten ist noch unsicher, möglicherweise handelt es sich um eine unbeschriebene Art (Huemer et al., in Vorb.)." Huemer & Wiesmair in Gilligan et al. (2016) beschrieben das Taxon dann tatsächlich auf Artebene: Ancylis christiandiana. Mit einem minimalen genetischen Abstand von 3.85% beim Barcoding und kleinen Unterschieden in Genital- und äußerem Erscheinungsbild erscheint die Beschreibung auf Artebene gut begründet.

4.3. Typenmaterial

Gilligan et al. (2016) führen an:

"Holotype. ♂: “Austria – Kärnten Griffen, Griffener See 480m 11.6.2004 – LF leg. H. Deutsch” “BC TLMF Lep 03394” (TLMF)."

Die aufgelisteten 20 Paratypen stammen zumeist ebenfalls aus Kärnten (Österreich), ein Exemplar aber auch aus Deutschland: "Germany: 1 ♂, Schwaben, Dillingen a.d.D., Wertingen, Wertinger Ried, 10.6.2016, leg. Heindel, barcode sample ID BC ZSM Lep ID 71187 (coll. Richard Heindel, Günzburg, Germany)."

4.4. Faunistik

Wie bei einer neu beschriebenen Art nicht ungewöhnlich, ist die Art zunächst nur durch die Exemplare der Typenserie aus Kärnten (Österreich) und Bayern (Deutschland) bekannt.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Literatur