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Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Ericaceae:] Vaccinium myrtillus (Heidelbeere)
  • [Ericaceae:] Vaccinium vitis-idaea (Preiselbeere)
  • [Myricaceae:] Myrica gale (Gagelstrauch)
  • [Rosaceae:] Rubus chamaemorus
  • [Rosaceae:] Potentilla palustris [= Comarum palustre] (Sumpf-Blutauge)
  • [Rosaceae:] Potentilla erecta
  • [Rosaceae:] Alchemilla alpina ?? (Alpen-Frauenmantel, Alpen-Silbermantel ??)

Meyrick (1928: 522) schreibt zur Raupe: "Larva on Alchemilla alpina and Myrica; 6". Da es bei der Art heißt "not recognised elsewhere" muss auch die Angabe zur Raupe von den Britischen Inseln stammen. Ob es sich um Freiland-Funde oder reine Zuchtergebnisse handelt, bleibt leider offen.

Michaelis (1956: 236) fragt sich sogar, ob Meyrick (1928) überhaupt diese Art vor sich hatte: "Does caledoniana exist in Kent, as stated by Meyrick, or does this record arise from confusion with a brown form of P. comariana Zell.?" Michaelis (1956: 235-236) weist darauf hin, dass an seiner Falter-Fundstelle in Goyt Moors nur wenig Alchemilla und gar kein Myrica gale vorkommt. Die Raupen der dort zahlreich auftretenden A. caledoniana fand er nicht an Alchemilla sondern ausschließlich an Vaccinium myrtillus (zwischen zusammengesponnenen Blättern). [Er suchte gezielt erst Anfang Juli, in der - wie sich zeigte berechtigten - Hoffnung, dass die zuvor sehr häufigen Raupen von Rhopobota naevana bis dahin verpuppt sein müssten.] Sein Literatur- und Sammlungs-Studium führte ihn tatsächlich zu einem Sammlungstier, das laut Etikett von Myrica gale gezüchtet wurde und einem entsprechenden kleinen Eintrag, doch für ihn stand zweifelsfrei fest, dass Vaccinium myrtillus die zentrale Nahrungspflanze der Raupe ist. Die Primärquelle zu Myrica gale kannte er nach eigener Aussage nicht. Diese wird aber von Hancock et al. (2015: 12) genannt: Peers (1864: 63). Dort ist zur Beschreibung der Raupe zu erfahren: "[...] I have bred Peronia caledoniana from larvae found upon Myrica Gale (sweet gale) on Wolston Moss, on the 6th of July. [...] It screws up the terminal shoots of Myrica Gale.".

Bei Hancock et al. (2015: 12) heißt es zum Ei: "Laid on bilberry (Vaccinium myrtillus), cowberry (V. vitis-idaea), bog myrtle (Myrica gale), alpine lady's mantle (Alchemilla alpina), cloudberry (Rubus chamaemorus), tormentil (Potentilla erecta) or, in Orkney, marsh cinquefoil (Potentilla palustris) in July to September. Eggs overwintering and hatching in the spring." Bei der Liste dürfte es sich in der Regel nicht um Freiland-Eiablagepflanzen, sondern um Raupenfundpflanzen handeln.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Abweichende Schreibweisen

4.3. Faunistik

Meyrick (1928: 522) schreibt zur Verbreitung: "Kent, Dorset, Devon, Hereford and Wales to Orkneys, N Ireland, common northwards; not recognised elewhere." Razowski (1984: 166) kann das im Wesentlichen nur wiederholen und geringfügig ergänzen: "Bekannt nur von den Orkney-Inseln (Mainland-Orphir) (Lorimer 1970: 98 und andere Autoren), Neu Irland (Meyrick 1928: 522) Schottland, Wales, England: Kent: Dorset, Devon, Hereford; Polen: Schlesien." Der Fundort in Polen überrascht und steht bis heute völlig isoliert da.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)