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2. Biologie

2.1. Nahrung der Raupe

Noch unbekannt! (noch immer ?) Pavulaan & Wright (2002) gelang es trotz großem Aufwand nicht, auch nur eine einzige Freiland-Eiablage zu beobachten oder eine Raupe zu finden. Im Labor konnte eine Raupe mit Prunus serotina durchgezüchtet werden, ein Baum, bei dem auch ein Weibchen Freiland-Eiablageverhalten zeigte - allerdings ohne ein Ei zu hinterlassen.

(Autor: Erwin Rennwald)

3. Weitere Informationen

3.1. Etymologie (Namenserklärung)

Pavulaan & Wright (2002: 13) erläutern ihre Namenswahl: "Appalachiensis is named for the species’ fundamental Appalachian Mountain distribution. We propose the common name Appalachian Tiger Swallowtail."

3.2. Taxonomie

Papilio glaucus galt lange als leicht bestimmbare und in Nordamerika weit verbreitete Art. Erst 1991 werteten Hagen et al. (1991) die aus dem nördlichen Arealteil schon lange beschriebene Papilio canadensis zur bona species auf, wobei sie neben den kleinen morphologischen Unterschieden auch auf Abweichungen in der Zeichung, in der Biologie der Arten und auch im damals aufkommenden Feld der Genetik verwiesen. Dann tauchte die Frage auf, ob streng einbrütige Tiere der Appalachen quasi die Südgrenze des einbrütigen Papilio canadensis markierten, oder ob es sich doch um Vertreter des eigentlich sonst immer (mindestens) zweibrütigen Papilio glaucus handelte - oder um Hybriden derselben. Pavulaan & Wright (2002) beschrieben diese Tiere als eine regional eng begrenzt vorkommende dritte Art aus diesem Komplex: Papilio appalachiensis [als Pterourus appalachiensis]. Erst 2025 kam durch de Roller et al. (2025) hier als vierte Art im Komplex noch Papilio solstitius hinzu.

Die Abweichungen in den Barcodes sind zwischen allen diesen Taxa eher gering. Der Artstatus ist gut nachvollziehbar, aber nicht zwingend.

3.3. Faunistik

Pavulaan & Wright (2002) teilen mit: "The range at this writing is believed to be primarily the southern Appalachian Mountain region of the eastern United States. The type locality is situated near the southernmost, presently-known location in the Appalachians. Strays have been taken on the Piedmont at locations not far from the mountains. The northern extent is currently undetermined and must be distinguished from the hybrid zone in the northeast between canadensis and glaucus (Scriber 1990). Additional research is needed to determine the northern limit in Pennsylvania and possibly in New York and New England." Gelistet werden Funde in den Bundesstaaten Georgia, Maryland, North Carolina, Pennsylvania, Virginia, Tennessee und West Virginia.

3.4. Typenmaterial

Pavulaan & Wright (2002) schrieben zum Holotypus: "Holotype male (Figs. 13 & 14): Buck Creek Serpentine Barrens, 3200’ elev., Clay County, North Carolina, 10 May 2001, deposited in the Museum of the Hemispheres, Goose Creek, South Carolina." Auch die insgesamt 73 Paratypen stammen aus den Appalachen.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.5. Literatur