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Falter
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Helichrysum arenarium (Sand-Strohblume)
  • [Asteraceae:] Hieracium pilosella ??? (Mausohr-Habichtskraut ???)

"Diese Art ist in der Oberlausitz (Sachsen) an Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) gebunden. Die Falter fliegen etwa ab Mitte Mai bis in den Juni hinein an warmen Abenden um die Nahrungspflanzen." [Friedmar Graf], (identisch formuliert in Sobczyk et al. (2018: 222))

In der Literatur wird neben der Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) durchweg auch das Mausohr-Habichtskraut (Hieracium pilosella) als Raupennahrung genannt, also als Pflanze, in deren Blättern die Raupen unterseitige Blattminen anlegen sollen. Ob es dazu gesicherte Angaben gibt, ist mir nicht klar; zu befürchten ist, dass das alles auf die Erstbeschreibung durch Zeller (1839) zurückgeht, der zu den Faltern schrieb, dass sie "bei Tage auf Blättern von Hieracium pilosella sitzen und sich drehen".

Schütze (1931) hatte formuliert: "In den Blättern von Helichrysum und Hieracium pilosella blassgelbe Flecken minierend, Verwandlung darin ohne Kokon (Sorhagen), nach Heyden in den Herztrieben, Falter ruht an der Erde (Kaltenbach)." Das klingt so, als hätte er die Raupe nicht selbst beobachtet. Doch dies stimmt nicht, denn Schütze (1902: 34) hatte geschrieben: "Ich fing den Falter bei Lieske und Lömischau im Juni und fand daselbst die Raupe Ende Mai in Helichrysum arenarium. Nach Sobczyk et al. (2018: 221) gibt es zu Lömischau einen ex larva-Belegfalter von Schütze aus dem Jahr 1906 (in coll. SMTD).

Nach Koster & Sinev (2003: 153) beziehen sich Angaben zu Salvia-Arten auf andere Arten der Gattung Vulcaniella.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Das Vorkommen in Deutschland ist nach Gaedike et al. (2017) aktuell (also nach 2000) auf die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und - isoliert davon - Baden-Württemberg beschränkt: Überall dort gibt es auch aktuell Helichrysum arenarium; eine alte Angabe (1900-1980) gibt es auch aus Bayern.

Huemer (2013) kann die Art für Österreich nur aus den Bundesländern Niederösterreich und Wien anführen - also aus dem Bereich Österreichs, in dem es auch Helichrysum arenarium gibt.

Nach SwissLepTeam (2010) ist es fraglich, ob es in der Schweiz (Wallis (ohne Simplon-Südseite)) Vorkommen dieser Art gibt bzw. gab.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur

  • Gaedike, R., Nuss, M., Steiner, A. & R. Trusch (2017): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Lepidoptera). 2. überarbeitete Auflage. — Entomologische Nachrichten und Berichte (Dresden), Beiheft 21: 1-362.
  • Koster, S. J. C. & S. Yu. Sinev (2003): Momphidae, Batrachedridae, Stathmopodidae, Agonoxenidae, Cosmopterigidae, Chrysopeleiidae. — In: Huemer, P., Karsholt, O. & L. Lyneborg [ed.]: Microlepidoptera of Europe 5: 1-387. Stenstrup (Apollo Books).
  • Schütze, K.T. (1902): Die Kleinschmetterlinge der sächsischen Oberlausitz. III. Theil (Tineina, Micropterygina) (inkl. Nachtrag). — Deutsche Entomologische Zeitschrift "Iris", 15: 1-49.
  • [SCHÜTZE (1931): 196]
  • Sobczyk, T., Stöckel, D., Graf, F., Jornitz, H., Karisch, T. & S. Wauer (2018): Die Schmetterlingsfauna (Lepidoptera) der Oberlausitz. Teil 5: Kleinschmetterlinge (Microlepidoptera) 1. Teil. Micropterigidae (Urmotten), Eriocraniidae (Trugmotten), Nepticulidae (Zwergminiermotten), Opostegidae, Heliozelidae ((Erzglanzmotten), Adelidae (Langhornmotten), Prodoxidae (Rosen-Blattsackmotten), Incurvariidae (Miniersackmotten), Tischeriidae (Schopfstirnmotten), Meessiidae und Tineidae (Echte Motten), Roeslerstammiidae, Douglasiidae (Wippflügelfalter), Bucculatricidae (Zwergwickler), Gracillariidae (Blatttütenmotten, Miniermotten und Faltenminierer), Batrachedridae, Momphidae (Fransenmotten), Blastobasidae, Autostichidae, Amphisbatidae, Cosmopterigidae (Prachtfalter), Gelechiidae (Palpenmotten), Alucitidae (Federgeistchen), Pterophoridae (Federmotten), Pyralidae und Crambidae (Zünsler). – Beiträge zur Insektenfauna Sachsens Band 20. — Entomologische Nachrichten und Berichte (Dresden), Beiheft 22, 439 Seiten, 2 Karten. ISSN 0232-5535.
  • SwissLepTeam (2010). Die Schmetterlinge (Lepidoptera) der Schweiz: Eine kommentierte, systematisch-faunistische Liste. — Fauna Helvetica 25. Neuchâtel (CSCF & SEG).
  • Erstbeschreibung: Zeller, P. C. (1839): Versuch einer naturgemäßen Eintheilung der Schaben. — Isis von Oken 1839 (3): 167-220. Leipzig (Brockhaus).