ÜbersichtLänderKarteFundmeldungenExterne Links (8)
Länder:+7Kontinente:EU
Neues Layout der Navigation (Beta Test)
Geschlecht nicht bestimmt
LebendfotosFalterDiagnoseBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenFaunistikLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Coronilla coronata [= Coronilla montana] (Berg-Kronwicke)
  • [Fabaceae:] Coronilla vaginalis (Scheiden-Kronwicke)
  • [Fabaceae:] Coronilla valentina ssp. valentina (Gewöhnliche Valencia-Kronwicke )
  • [Fabaceae:] Coronilla valentina ssp. glauca [= Coronilla glauca] (Blaugrüne Valencia-Kronwicke)
  • [Fabaceae:] Coronilla minima [= Coronilla fruticans] (Kleine Kronwicke)
  • [Fabaceae:] Coronilla viminalis (Scheiden-Kronwicke)

Klimesch (1951: 69-70) erhielt seine Falter der Typenserie hauptsächlich durch Zucht aus Minen an Coronilla coronata. Er beschrieb dieses Fraßbild recht genau: "Die Mine (Fig. 5) der neuen Art stimmt mit der im Nachtrag zu Herings Minenwerk, p. 573,2) unter Coronilla angeführten Mine einer Nepticula-Art (Nr. 2813) hinsichtlich der Kotablage überein. Aus dem wahllos auf der Unterseite eines Blattes von Coronilla coronata ( = montana) abgelegten Ei entwickelt sich die Mine zuerst als langer, feiner Gang, der meist nur wenig gewunden in der Nähe des Blattrandes verläuft. In diesem Teil der Mine ist der schwarze Kot in einer feinen, unregelmäßig unterbrochenen Mittellinie, die die Gangränder freiläßt, abgelagert. Nach der Häutung der Raupe erweitert sich die Mine plötzlich sehr stark, verliert dabei aber nur selten den Charakter einer Gangmine. Hier findet die Kotablage in dicken, kurz unterbrochenen Klumpen statt. Die Raupe ist bernsteingelb, dunkler als die der cryptella, zu Lebzeiten mit deutlich grün durchschimmerndem Rückengefäß; Kopfkapsel und Nackenschild hellbraun. Sie miniert bäuchlings und verläßt das Blatt stets durch einen Schlitz in der Unterseite, genau so wie es cryptella tut. Die Mine der cryptella (Fig. 6) an Coronilla varia, C. emerus, Lotus corniculatus und Hippocrepis comosa, weicht durch die Form eineß ausgesprochenen Platzes, der fast ausschließlich im basalen Teil eines Blattes angelegt wird, und durch die mehr wolkige Kotablagerung darin von der Mine der neuen Art ab. Die Raupe erscheint im Sommer und Ende August—September."

Nach Johansson et al. (1990) miniert die Raupe in Blättern von Coronilla coronata (Berg-Kronwicke) und Coronilla vaginalis (Scheiden-Kronwicke).

Van Nieukerken et al. (2004: 233) machten eine interessante Feststellung: "In Spain and France we often reared a small greyish Levarchama species from Coronilla minima, that in genitalia is completely similar to the larger and more ochreous Central European T. ortneri. We conclude that it is conspecific, and explain the size difference merely by the size of the leaflets of Coronilla minima, which do not allow the specimens to get bigger. It is particularly common in the eastern limestone areas, where Coronilla minima can be very common in dry open forests and Matorral vegetations."

Van Nieukerken et al. (2006: 66) notierten zu Frankreich: "First detailed records. Trifurcula ortneri is apparently rather common in the Provence-Languedoc region, both on Coronilla minima and C. valentina. Adults reared from the latter are conspicuously larger than those that mine the small leaflets of C. minima. Outside France, it is also known from Coronilla coronata and C. vaginalis, both of which occur in France in the Jura and Alps."

van Nieukerken (2007) listet bei der Valencia-Kronwicke sowohl Coronilla valentina subsp. valentina als auch Coronilla valentina subsp. glauca, dazu noch Coronilla viminalis (nur Minen).

Grimaud (2026) suchte und fand seine Minen in Südfrankreich an Coronilla valentina.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Nieukerken et al. (2010) stellen die ihnen bekannt gewordenen überprüfbaren Daten zu den derzeit bekannten 13 Trifurcula-Arten in Deutschland zusammen. Alle werden dabei mit Farbaufnahmen von Belegtieren dokumentiert. Die Fundortkarten aus Deutschland zeigen auf, wie wenig wir über diese Gruppe Bescheid wissen - bei T. ortneri gibt es nur Funde aus Thüringen (Bad-Blankenburg-Rudolstadt bzw. Bad Blankenburg) un Baden-Württemberg (Bad Urach/ Schwäbische Alb) - jeweils (auch) durch Minenfunde an Coronilla coronata belegt. Die Autoren kommentieren selbst: „Gerade aus diesen Fundortkarten sind aber auch die „Weißen Flecken“ ersichtlich, die die faunistischen Wissenslücken der Gattung Trifurcula in Deutschland dokumentieren. Dies trifft ebenso auf die ganze Familie Nepticulidae zu, die immerhin mit ca.110 Arten in Deutschland vertreten ist. Innerhalb der Nepticulidae ist von den Arten der Gattung Trifurcula am wenigsten bekannt. Die Imagines sind oft einfarbig und untereinander ziemlich ähnlich. Die Raupen leben an niederen Pflanzen, und manche verursachen Minen oder sogar Gallen in Stängeln, die schwierig aufzufinden sind. Von einigen Arten sind die Raupen noch immer nicht bekannt.“

Der Erstnachweis für die Schweiz wurde durch Kopp & al. (2007) publiziert.

Grimaud (2026) wies die Art durch Minenfunde an 6 Stellen in 2 Départements in Südfrankreich nach - wo es über ganz Frankreich seit mehr als 10 Jahren gar keine Meldung mehr gab. Er macht darauf aufmerksam, dass die Minen an Coronilla valentina und anderen Coronilla-Arten mit Minen der Fliegen-Gattung Agromyza verwechselt werden könnten, also genau betrachtet werden müssen. Er ruft zur weiteren Minensuche auf, da die Minen bei vielen Arten ja viel leichter zu finden sind als die Falter. Aber natürlich hat die Erfassung von Arten nur über Minenfotos ihre Grenzen, daher gibt es hier eine "Note de la rédaction": "La démarche scientifique exigerait la conservation après élevage et la dissection d’imagos d’ortneri ce qui permettrait une identification certaine de l’espèce ainsi que d’éventuelles études ultérieures."

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur

4.4. Informationen auf anderen Websites (externe Links)