Falter-Funde nur durch Genitaluntersuchung sicher zu bestimmen!
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Falter
Raupe
Mine
Puppe
Männchen
Weibchen
Puppe, Exuvie
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Mine

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Puppe, Exuvie

2.4. Genitalien

2.4.1. Männchen

2.5. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Fagaceae:] Quercus robur (Stiel-Eiche, inkl. Quercus robur 'fastigiata' (Säulen-Eiche, Pyramiden-Eiche))
  • [Fagaceae:] Quercus robur ssp. pedunculiflora [Quercus pedunculiflora]
  • [Fagaceae:] Quercus petraea (Trauben-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus pubescens (Flaum-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus cerris (Zerr-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus faginea (Portugiesische Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus macrolepis [= Quercus ithaburensis subsp. macrolepis] (Wallonen-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus x turneri [= Quercus robur x Quercus ilex] (Immergrüne Eiche)
  • [Fagaceae:] Castanea sativa (Edel-Kastanie)
  • [Fagaceae:] Fagus sylvatica (Rotbuche)

Die Art miniert fast ausschließlich in Eichenblättern. In Mitteleuropa mit großem Abstand wichtigste Nahrungspflanze ist die Stiel-Eiche, aber auch alle anderen nicht-immergrünen Eichen in Wald, Feld und Park werden genutzt, zumindest gelegentlich auch Edel-Kastanien. 2010 fand Van Wielink in den Niederlanden eine Mine in einem Buchenblatt (Fagus sylvatica).

(Autor: Erwin Rennwald)

3.2. Habitat

3.3. Zuchtanleitung

Ich finde die Minen im Oktober, November an Eichenbüschen oder tief hängenden Eichenästen. Günstig ist natürlich, wenn die Minen noch intakt sind. Dann schneide ich besetzte Blätter mit etwa 20-30 cm langen Zweigstücken und stelle diese ins Wasser. Nach einigen Tagen liegen dann darunter die kreisförmig ausgeschnittenen, flachen Überwinterungsminen (oder wie man die Gebilde dann nennen mag, Kokons oder Gespinste sind es ja eigentlich auch nicht). Man braucht unter den Zweigen kein spezielles Substrat und die Zweige im Wasserglas müssen in keinem weiteren Gefäß stehen, da die Gebilde nur herunter fallen und nicht seitwärts bewegt werden. Sie bestehen aus der oberen Epidermis des Eichenblattes und unten aus einem sehr feinen, fast pergamentartig wirkenden Gespinst. Dieses ist in der Mitte gewölbt und deutlich dunkler als der Rand. Ist man im Jahr zu spät unterwegs, so sind die fehlenden Teile in den Minen der Blätter mit einiger Übung leicht sichtbar. Dann suche ich unter den Büschen im Laub direkt am Boden. Auch da kann man die Gebilde relativ gut sehen, vor allem, wenn die ursprüngliche Unterseite nach oben liegt. Die Überwinterung erfolgt in Plasteschachteln mit Gazedeckel. Unten befindet eine etwa 5 cm dicke Schicht aus Torf und Torfmoos, darüber die Gebilde und darauf ein paar trockene Eichenblätter. Meist zerschneide ich die Blätter mehrfach, da sie sich dann besser schichten lassen. Das Ganze kommt unter die im Herbst im Garten umgestülpten Regentonnen und wird erst im Frühjahr (in diesem Jahr am 02. April) direkt ins Zimmer geholt und dann regelmäßig besprüht. Nach etwa 3 Wochen sitzen dann die Falter im Gefäß.

(Autor: Thomas Sobczyk)

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„Ich nenne sie des eigenthümlichen Betragens der Raupe wegen Decidua(Wocke (1876: 42)); demnach von lat. deciduus, -a, -um: abfallend.

4.2. Literatur