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Falter
Raupe
Puppe
Geschlecht nicht bestimmt
Genitalien ♂
Genitalien ♀
Erstbeschreibung
Habitat
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeFaunistikLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Puppe

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen

2.2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Lamiaceae:] Origanum vulgare (Gewöhnlicher Dost)
  • [Lamiaceae:] Satureja montana (Winter-Bohnenkraut, Berg-Bohnenkraut)
  • [Lamiaceae:] Nepeta nepetella (Iberische Katzenminze, Kleine Katzenminze)
  • [Lamiaceae:] Thymus vulgaris (Echter Thymian)
  • [Lamiaceae:] Thymus praecox [= Thymus polytrichus] (Sand-Thymian)
  • [Lamiaceae:] Mentha aquatica ? (Wasser-Minze ?)

Bereits Stainton (1867: 289) konnte uns ins Staunen bringen und bei der Raupensuche helfen: "Untersucht man im August und September, wenn die Blüthen des Dostens (Origanum vulgare) zu verwelken anfangen, die Köpfe dieser Pflanze recht sorgfältig, so wird man manche trockene Kelche der Länge nach an einander befestigt finden. Nimmt man so eine sonderbare Bildung heraus und bemerkt ein weissliches Räupchen, das aus dieser röhrenförmigen Wohnung den hell gelbbraunen Kopf hervorsteckt, so hat man die Raupe der Gelechia subocellea vor sich. An der lebenden Pflanze sie zu erkennen, erfordert ein sehr scharfes Auge; es ist aber sehr leicht sie zu erlangen ; man darf nur eine Masse Dostenköpfe aufs Gerathewohl abpflücken und in eine Schachtel werfen ; untersucht man diese am folgenden Tage, so wird man eine Menge dieser Raupen in ihren sonderbaren Behältern an den Schachtelwänden umherkriechen sehen, wo sie leicht zu erkennen sind." Und zwei Seiten weiter erklärt er auch, wie die Konstruktion zustande kommt: "Die Raupe nährt sich von den Samen des Dostens (Origanum vulgare). Hat sie den Inhalt einer Blüthe aufgezehrt, so beisst sie den trocknen Kelch ab, und indern sie ihn als Wohnung benutzt, wandert sie nach einer andern Blüthe. Hier befestigt sie ihren beweglichen Kelch in der Oeffnung eines noch festsitzenden, dessen Samen sie darauf verzehrt. Ist sie damit fertig, so beisst sie den zweiten Kelch ab und begiebt sich zu einem dritten. So wächst ihre Röhre allmahlich in der Länge, bis sie aus den Hülsen von 4 — 5 Blüthen besteht. Ist die Raupe erwachsen, so spinnt sie dieses sonderbare Gehäuse entweder an den Stengel der Futterpflanze oder an einen benachbarten Gegenstand und wird darin zur Puppe. Die Raupenzeit fängt im August an und dauert bis zum November hin."

Der Gewöhnliche Dost ist die in Mittel-, West- und Nordeuropa mit Sicherheit wichtigste Raupennahrungspflanze dieser Art, aber nicht die einzige. Bei Gregersen & Karsholt (2022: 206) heißt es dazu nur knapp: "Host-plant: Origanum vulgare. In the British Isles occasioanlly recorded from Mentha aquatica (Fletcher 1884: 22) and Thymus praecox (as Thymus polytrichus) (Bland 2002: 243). Fletcher (1884: 22) hatte in einer kurzen Notiz mitgeteilt: "Note on the food plant of Gelechia subocellea. — In Matley Bog in the New Forest, and by the sides of the small streams which trickle down the cliffs near Totland Bay in the Isle of Wight, the larva of this species occurs very commonly in the flower-whorls of a Mentha, which I believe to be aquatica. On mentioning this to Mr. Stainton he told me that, on the Continent, it also feeds on Thymus vulgaris. Die Meldung zu Mentha aquatica klingt völlig überzeugend und nicht nach einer seltenen Ausnahme - bestätigt wurde sie später aber auch nie mehr, so dass hier doch ein kleines Fragezeichen bleibt.

Nel (2002: 276) berichtet aus Südfrankreich: "Lhomme (1935-1949) cite comme principales plantes-hôtes Origanum vulgare L. et Satureja montana L. et rapporte que Millière l'indique aussi sur Thymus, sans autre précision. En 1993, Huemer reprend ces citations et ajoute Mentha aquatica L. en citant d'autres auteurs et mentionne que Van der Wolf aèlevé cette espèce sur Nepeta au mont Ventoux (Vaucluse). Je signaleque dans le massif du Cap-Canaille (Bouches-du-Rhône) ainsi qu'à Jujois vers 700-800 m d'altitude (Pyrénées-Orientales), certaines populations de cette espècesont inféondées à Thymus vulgaris L., Lamiacée sur laquelle les chenilles se confectionnent des fourreaux constitués de 3 ou 4 calices perforés et imbriqués, comme elles le font sur Origanum. Je confirme qu'au mont Ventoux comme dans les vallées chaudes des Alpes méridionales (en Ubaye par example), cette espèce vit également sur Nepeta nepetella L. sur laquelle les chenilles utilisent également 2 ou 3 calices perforés et imbriqués en guise de fourreaux."

Nach dieser Zusammenstellung ist mit der Nutzung noch einiger weiterer Lamiaceae zu rechnen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Faunistik

Karsholt & Huemer (2017: 168) melden den Erstnachweis für Kreta: "2♀♀, 5 km S. Topolia, 300 m, 25-26.vi.2000, leg. Fibiger et al. (ZMUC)." Nach P. Huemer (e-Mail 18. August 2023) gibt es ein durch Barcoding abgesichertes Belegtier der Peloponnes.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)