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Erstbeschreibung
LebendfotosFalterBiologieNahrung der RaupeDiagnoseWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeTaxonomie und FaunistikLiteratur

2. Biologie

2.1. Nahrung der Raupe

  • [Lamiaceae:] Salvia sp. ? (Salbei ?)

Es scheint noch keinen Raupenfund, aber dafür einen Puppenfund zu geben. Staudinger (1879: 257) vermerkt dazu: "Am 11 Mai fingen wir sie zuerst im Maidan und fand ich eine Puppe in einem alten Stengel der Salvia Candelabrum. Am 15 Juni Abends fing ich und der kleine Johann im hinteren Theile der Jenikeui-Hochebene an Abhängen, wo diese Pflanze häufig wuchs, gegen 50 Exemplare." Ohne Raupenfund verbleibt eine Restunsicherheit, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Salvia sp. als Raupennahrung genutzt wird, ist doch sehr hoch. Welche Art Staudinger mit "Salvia candelabrum" meinte, bleibt angesichts der vielen Salvia-Arten der Region unklar - Salvia candelabrum jedenfalls nicht, denn diese Art ist auf den westlichen Mittelmeerraum beschränkt.

(Autor: Erwin Rennwald)

3. Diagnose

3.1. Erstbeschreibung

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

  • Grapholitha fessana Mann, 1873 [Originalkombination]
  • Epiblema fessana (Mann, 1873)

4.2. Synonyme

4.3. Taxonomie und Faunistik

Grapholitha fessana wurde nach einem Männchen, das "bei Gülek aus Sträuchern gescheucht" wurde, beschrieben. Der Fundort befindet sich in der Provinz İçel in der Türkei. Staudinger (1880: 257-258) listet das Taxon von "Maidan" [Provinz Amasya in der Türkei] und "Manglis in Armenien" [heute Georgien]. Während er die Art bei Maidan selbst fand, schrieb er zu den Faltern aus Georgien: "auch bei Manglis in Armenien; die beiden mir vorliegenden Stücke sind etwas kleiner und etwas stärker dunkel gefleckt als die Amasiner Exemplare."

Die Art wurde von Kennel (1921: 548-549) als "Epiblema fessana geführt und erst von Obraztsov (1865: 365) in die Gattung Thiodia überführt. Kemal & Koçak (2020: 13-14) publizierten am 2. Juni 2020 ihre Beschreibung der "Thiodia uyghurica" nach einem einzelnen ♂ von Kahta, Nemrut Mt. 1480 m [Adıyaman Provinz in der Türkei]. Kemal & Koçak (2020: 31–34) lieferten 20 Tage später (22. Juni 2020) postwendend die Synonymisierung ihrer eigenen Art mit T. fessana mit der Anmerkung: "First transfer to the genus Thiodia was made by Obraztsov (1965) in a supplementary note with illustrations of the type and the male genitalia. There are some discrepancies between the genitalia of fessana and uyghurica, but they are deemed insignificant. Here we correct this situation and suggest that the authors who will be interested in Thiodia fessana should be careful about Obraztsov’s publications." Auch Bidzilya et al. (2022) listet Thiodia uyghurica als Synonym von Thiodia fessana.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur