Vorkommen
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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

4. Puppe

5. Diagnose

5.1. Weibchen

5.2. Geschlecht nicht bestimmt

5.3. Ähnliche Arten

Hinweise zur Unterscheidung, vor allem am weiblichen Genital, gibt Peter Huemer [hier] und [hier].

5.4. Genitalien

5.4.1. Männchen
5.4.2. Weibchen

5.5. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

6.2. Nahrung der Raupe

  • [Fagaceae:] Quercus robur (Stiel-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus petraea (Trauben-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus sp. (Eiche)
  • [Fagaceae:] Castanea sativa (Edelkastanie)
  • [Betulaceae:] Carpinus betulus (Hainbuche)
  • [Betulaceae:] Betula sp. ? (Birke ?)
  • [Malvaceae:] Tilia cordata (Winter-Linde)
  • [Salicaceae:] Salix eleagnos ?? (Lavendel-Weide ??)
  • [Salicaceae:] Salix repens ssp. rosmarinifolia ?? [= Salix repens rosmarinifolia ??] (Rosmarin-Weide ??)
  • [Sapindaceae:] Acer sp. ??? (Ahorn ???)

Trotz zahlreicher Angaben in der Literatur lässt sich hier meiner Meinung nach noch kein klares Bild vom Gesamtspektrum der Raupennahrungspflanzen ableiten. Insbesondere bezüglich der Abgrenzung gegenüber Teleiodes flavimaculella bestehen erhebliche Unsicherheiten. Klar ist, dass die Raupe zumeist an Eichen lebt.

Schütze (1931: 75) trug zusammen: "Raupe August bis Oktober [...] An Quercus, Betula, wohl auch Acer zwischen zwei zusammen gesponnenen Blättern oder auf der Unterseite eines Blattes in einem mit Pflanzenresten versponnenem Gespinstgange. Verwandlung unter Rinde, im Moos, morschem Holz usw. nach der Überwinterung (Sorhagen). Der Falter kommt manchmal auch aus trockenen Eichengallen (Rössler)."

Huemer & Karsholt (1999: 60) schreiben: "The larva has been recorded primarily from Quercus L. (Fagaceae) (Lhomme, [1946-1948]), but also from Castanea sativa Mill. (Fagaceae) (Hartig, 1964), Betula L. (Betulaceae) (Piskunov, 1990: 939) and Acer L. (Aceraceae) (Sorhagen, 1886). A record from Salix rosmarinifolia (L.) Cel. (Salicaceae) (Piskunov, op. cit.) is probably erroneous, and some of the other host plants may refer to T. flavomaculella. It feeds from August to October between two spun leaves or on the underside of a leaf from a silken tube (Schütze, 1931: 75).

Elsner et al. (1999: 33) formulierten: "Betula ? (Betulaceae), Castanea, Quercus (Fagaceae), Salix eleagnos (Salicaceae)."

Auf [bladmineerders.nl (abgefragt 3. März 2021)] ist zu lesen: "polyphagous on deciduous trees [...] Larvae in spun leaves. HOST PLANTS: Acer; Betula; Carpinus betulus; Castanea sativa; Quercus petraea, robur; Tilia cordata."

Die oben gezeigten Raupen wurden von Heidrun Melzer an Quercus petraea, Quercus robur, Carpinus betulus und - überraschend - an Tilia cordata gefunden. Heidrun Melzer erläuterte dazu im [Forum]: "für die Zucht der Palpenmotte Teleiodes luculella (Teleiodini) habe ich zwei Anläufe gebraucht. Über die Biologie gibt es widersprüchliche Angaben (Raupen- oder Puppenüberwinterung). Nach meinen Erkenntnissen überwintert die erwachsene Raupe und verpuppt sich im Frühling in ihrem Überwinterungsgespinst, ohne nochmals zu fressen oder auch nur das Gespinst zu verlassen. Die Puppenruhe dauert nur kurze Zeit." Und weiter [im Forum]: "Im Spätsommer und Herbst kann man an verschiedenen Laubbäumen die Raupen von Teleiodes luculella finden. Meist an Eichen (Quercus robur, Q. petraea), aber auch an Hainbuche und Linde habe ich sie schon angetroffen. Normalerweise sind zwei Blätter flach zusammengesponnen, und dazwischen befindet sich die Raupenwohnung - ein seitlich mit Kotkrümeln (nicht mit Pflanzenresten, wie Schütze schreibt) belegter kurzer Gespinstschlauch, der nicht wesentlich länger als die Raupe selbst ist, aber in der Breite genügend Platz zum Wenden bietet. Hier ein Beispiel an Winterlinde (Tilia cordata)".

Die Angaben zu Acer scheint auf eine Vermutung zurückzugehen und nicht belegt zu sein. Sollten sich T. luculella und Teleiodes flavimaculella nach den Nahrungspflanzen der Raupen trennen lassen, gehören die Angaben zu Salix möglicherweise zu letzterer Art.

(Autor: Erwin Rennwald)

7. Weitere Informationen

7.1. Andere Kombinationen

7.2. Synonyme

7.3. Literatur