Vorkommen
Länder:+10Kontinente:EU
Falter
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Ähnliche Arten
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Falter

2. Diagnose

2.1. Weibchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Ähnliche Arten

Hinweise zur Unterscheidung, vor allem am weiblichen Genital, gibt Peter Huemer [hier] und [hier].

2.4. Genitalien

2.4.1. Männchen
2.4.2. Weibchen

2.5. Erstbeschreibung

2.6. Bezug der Indikation

Herrich-Schäffer ([1853]: pl. Tineides 67, fig. 497) [Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Salicaceae:] Salix caprea (Sal-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix eleagnos ? (Lavendel-Weide ?)
  • [Salicaceae:] Salix repens ssp. rosmarinifolia ? [= Salix repens rosmarinifolia ?] (Rosmarin-Weide ?)
  • [Fagaceae:] Castanea sativa ?? (Edelkastanie ??)
  • [Fagaceae:] Quercus sp. ?? (Eiche ??)
  • [Fagaceae:] Fagus sylvatica ?? (Rot-Buche ??)

Über die Nahrung dieser Raupe ist noch sehr wenig bekannt. Nach momentanem Kenntnisstand könnte es sich um eine an Weiden (Salix spp.) gebundene Art handeln, ebenso gut aber um eine recht polyphage Laubgehölz-Art.

Svensson (1976: 125) meldete mehrere Falterfunde aus Schweden und erinnert an gleichzeitige Nachweise in Norwegen und Dänemark. Und so fragte er sich auch, was denn hier die Nahrungspflanze sein könnte: "Vid efterforskning visade sig arten också vara tagen i Finland, Danmark och t.o.m. Österrike, där den kläckts från Castanea av Josef Klimesch. I Norden måste dock näringsväxten vara någon annan och kan inte heller gårna vara Quercus som för luculella, eftersom fjarilen mest tagits på lokaler utan ek. Namnfrågan visade sig vara svårlöst." Er zitiert keine Arbeit von Klimesch - es könnte sich also um eine mündliche oder schriftliche Mitteilung gehandelt haben. Es wäre schön, wenn der ex-larva-Castanea-Beleg noch vorhanden wäre und überprüft werden könnte. Huemer & Karsholt (1999: 61) berücksichtigten die Bedenken von Svensson (1976) nicht; sie stellten fest: "The host-plant of the larva and early stages are insufficiently known. According to various authors the larva is suspected on Quercus L. (Fagaceae), though Piskunov (1990: 939) records Castanea Mill. (Fagaceae). In more northern areas the former host-plant seems more likely." Zu T. luculella hatten sie u.a. geschrieben: "A record from Salix rosmarinifolia (L.) Cel. (Salicaceae) (Piskunov, op. cit.) is probably erroneous, and some of the other host plants may refer to T. flavomaculella".

Elsner et al. (1999: 33) akzeptierten die Kastanien-Angabe und formulierten: "Castanea sativa, Fagus sylvatica ?, Quercus ? (Fagaceae)." Bemerkenswert ist auch hier eine der Angaben zu T. luculella: "[...] Salix eleagnos (Salicaceae)".

Emmet in Bland et al. (2002: 135-136) schrieb zur Raupe: "The early stages have not been described. According to Svensson (1976), Klimesch reared the species from sweet chestnut (Castanea sativa) in Austria; other continental lepidopterists hsve taken the adult where oak (Quercus spp.) was present and suspected that to be the foodplant. However, Svensson (loc. cit.) states that the moth occurs in Sweden in localities where neither of these trees is present." Endlich wurden die Bedenken gegen eine Nutzung von ausschließlich Fagaceae ernst genommen.

Dann kam die Überraschung: Baran (2013) züchtete in Polen einen Falter aus einem Sal-Weiden-Blatt und erläuterte: "Knowledge of the distribution and biology of Teleiodes flavimaculella is very scanty, as it is often confused with Teleiodes luculella (Hübner, 1813). In fact, there is no reliable information on the food plant preferences of the species. Salix caprea is therefore treated here as the first trustworthy host plant record for Teleiodes flavimaculella."

Und was ist jetzt mit der von Huemer & Karsholt (1999) angezweifelten T. luculella-Angabe zu Salix repens ssp. rosmarinifolia ? Und der von Elsner et al. (1999) angeführten T. luculella-Angabe zu Salix eleagnos? Gehören beide etwa ebenfalls zu T. flavimaculella ? Lebt die Art eventuell gar ausschließlich an Weiden-Arten (Salix spp.) ? Oder stimmen die Kastanie, Eichen und andere Gehölze doch ? Auffällig: auch aus den Alpen gibt es Nachweise, die weit oberhalb der Vorkommen von Kastanien und Eichen liegen. Es bleibt spannend.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den detaillierten Datierungs-Angaben von Heppner (1982). Obwohl die Tafel Tineides 67 bereits 1853 erschienen ist, darf sie nach den Bestimmungen des ICZN nicht als Erstbeschreibung gelten, denn die Nomenklatur auf dieser Tafel ist nicht binominal.

4.4. Literatur