

+1Kontinente:EU1. Lebendfotos
1.1. Falter
3. Biologie
3.1. Habitat
3.2. Nahrung der Raupe
Strenggenommen noch unbekannt! Joshi et al. (2026: 13-14) schrieben: "Burmann (1947, 1951) provided detailed descriptions of the early stages of the species based on egg rearing. Accordingly, larvae were successfully reared in the laboratory on the moss Hypnum cupressiforme and various lichens, but they were not found in the wild. According to Schmid (2019), the larva lives under flat stones in a silken tube and feeds on mosses. Pupation occurs in a tubular cocoon covered with feces, sand grains, and plant detritus. The mentioned author assumes a 2-year development in the high altitudes of the Alps. The species is found in rocky and stony habitats, both on silicate-rich and calcareous substrates." Schmid (2019: 200) hatte zu "S. signella" in Graubünden wörtlich formuliert: "Die Raupe lebt unter flachen Steinen unter einer Gespinströhre (1, 2). Sie lebt von Moosen." Er zeigt Raupe und Puppe im Foto. Die Moose wurden von ihm nicht näher bestimmt. Es ist zu vermuten, dass hier diverse Moose und Flechten in Frage kommen.
(Autor: Erwin Rennwald)
4. Weitere Informationen
4.1. Etymologie (Namenserklärung)
Joshi et al. (2026: 14) erklären ihre Namenswahl: "The new species is named in honor of the Swiss microlepidopterist Jürg Schmid, who has been highly successful in studying the biology of alpine species for many years."
4.2. Taxonomie und Faunistik
"Symmoca signella" gehörte zu jenen Arten mit mehreren unterschiedlichen COI-Barcodes. Joshi et al. (2026) studierten den Komplex näher unter Hinzuziehung von Kern-DNA und sie fanden 3 klar getrennte Taxa, die trotz räumlicher Nähe, schon sehr lange keinen genetischen Austausch untereinander hatten. Im folgenden wurden dann auch sehr kleine morphologische Unterschiede zwischen diesen 3 Taxa gefunden, die biologisch klar als getrennte Arten zu werten sind. Symmoca signella im jetzt engeren Sinne wurde aus dem Piemont beschrieben. Joshi et al. (2026: 10) legten einen Neotypus fest mit Daten "♂, “Italien, Prov. Cuneo Colle Valcavera 2420 m N". Die Art ist in der Schweiz im Wallis zu finden, von da an südwärts durch die westlichen Alpen Italiens. Alle "Symmoca signella" aus Graubünden und von da an ostwärts in den Alpen von Italien und Österreich erwies sich als zu Symmoca schmidi gehörend, ebenso ein einzelner Falter aus dem Kanton Bern als absolute Westgrenze dieser Art. Tiere von ganz in den Südwestalpen von Frankreich waren schon vorher aufgefallen, da ihre Weibchen fast vollständig entwickelte Flügel haben, also fliegen können - wie sich zeigte gehören sie zu einer dritten Art, die den passenden Namen Symmoca volatilis erhielt.
(Autor: Erwin Rennwald)
4.3. Literatur
- Burmann, K. (1951): Die Veränderlichkeit von Symmoca signella Hb. (Gelechiidae). — Zeitschrift für Lepidopterologie 1 (3): 181-184. Ex libris Jürgen Rodeland.
- Erstbeschreibung: Joshi, M., Huemer, P., Espeland, M. & M. Mutanen (2026): Genomics helps resolve allopatric COI (Cytochrome c oxidase subunit I) divergences in selected alpine Lepidoptera and allows for a taxonomic revision of the Symmoca signella species-complex (Autostichidae). — Insect Systematics and Diversity, 2026, 10, ixag015. DOI: https://doi.org/10.1093/isd/ixag015. [zum open-access-Artikel auf academic.oup.com]








