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Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Salicaceae:] Salix repens (Kriech-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix arenaria [= Salix repens ssp. arenaria] (Sand-Kriech-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix lapponum (Lappland-Weide)

Nach Johansson et al. (1990) minieren die Raupen in Blättern der Kriech-Weide (Salix repens), der Sand-Kriech-Weide (Salix arenaria) und in Norden Schwedens und Finnlands hauptsächlich in Blättern der Lappland-Weide (Salix lapponum).

Roweck & Savenkov (2013) führen Raupenfunde auf Sylt an Salix repens an.

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Nach dem deutschen Microlepidopterologen Philipp Christoph Zeller (1808-1883).

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Taxonomie

Die Fauna Europaea [Version 2.4 — 27 January 2011] bemerkt zum Taxon Nepticula lappovimella Svensson, 1976 [= Stigmella lappovimella]: "Some authors consider the form lappovimella to be a distinct species. It occurs in northern Fennoscandia. We treat it here as a mere synonym". Sie nimmt damit die Ergebnisse von Nieukerken et al. (2012) vorweg, die keinerlei Unterschiede im COI-Barcode finden konnten.

4.5. Faunistik

Nach der [Fauna Europaea] kommt die Art in Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Litauen, Polen, Großbritannien, Irland, Belgien, in den Niederlanden, in Deutschland, Tschechien sowie im europäischen Teil von Russland im zentralen Bereich, und in dessen Norden und Nordwesten vor.

Gaedike & Heinicke (1999) kannten keine Angabe und führten die Art daher mit Symbol "K" in der Deutschlandliste, was bedeutet: „Art die bei Karsholt & Razowski für Deutschland angegeben wurde, die aber durch keinen der Bearbeiter oder Mitarbeiter belegt werden konnte. Es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um irrtümliche Angaben handelt.“ Johansson et al. (1990) hatten für die Südgrenze der Verbreitung noch vorsichtig formuliert: "Along the coast of The Netherlands, Belgium, Poland and S. England, probably also in N. Germany." Gaedike (2013) zitiert Funde an diversen Standorten auf Sylt (Deutschland, Schleswig-Holstein, Nordfriesische Inseln) aus den Jahren 2009-2011 aus der Arbeit von Roweck & Savenkov (2013). Dort ist zu lesen: "Sylt, div. Fundorte: 2009-2011, 7 Ex. aus Salix repens gezogen (Belege in ECKU) Verbr.: Aus weiten Teilen N- und Mitteleuropas bekannt. Im Verzeichnis von Karsholt & Razowski (1996) zwar für Deutschland angegeben, jedoch in der Deutschlandliste von Gaedike & Heinicke (incl. Nachträgen von Gaedike) ohne Zuordnung zu einem Bundesland. Auch Wegner (2010) nennt St. zelleriella für Sylt nicht, obwohl ihre Minen in den Beständen der Kriechweide verbreitet und stellenweise (insbesondere an periodisch übersandeten Stellen) häufig sind. Im skandinavischen Raum auch an anderen kleinblättrigen Salix-Arten nachgewiesen.

Huemer (2013) vermerkt zu Österreich: „Die Art wurde von Huemer & Tarmann (1993) mangels überprüfbarer Belege aus der Landesfauna gestrichen, und es liegen keine neueren Daten vor, die ein Vorkommen bestätigen.“

(Autoren: Erwin Rennwald, Jürgen Rodeland)

4.6. Literatur