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Falter
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

Die Raupe miniert in der Rinde junger Eichen und Edelkastanien. [Bladmineerders.nl] und gracillariidae.net [Artseite auf gracillariidae.net] listen auf:

  • [Fagaceae:] Quercus robur (Stiel-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus petraea (Trauben-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus pubescens (Flaum-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus cerris (Zerr-Eiche)
  • [Fagaceae:] Quercus castaneaefolia (Kastanienblättrige Eiche)
  • [Fagaceae:] Castanea sativa (Edelkastanie) [so z.B. bei Hering (1957) und Schönherr (1966)]
  • [Betulaceae:] Betula pendula (Hänge-Birke) [nur bei Dorfmann (1963)]
  • [Betulaceae:] Betula sp. (Birke) [Schönherr (1966)]
  • [Betulaceae:] Carpinus betulus ? (Hainbuche ?)

Die Raupe lebt in einer flachen Gangmine in der Rinde junger Eichen, die sich bald zu einer großen Platzmine erweitert. Neben Eichen werden in der Literatur auch Minen in Kastanien-Rinde (z.B. Hering 1957) und Birken-Rinde (nur Dorfmann 1963), unsicher auch in Hainbuche angeführt.

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Die Art ist nach dem locus typicus, dem Simplon, benannt.

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Faunistik

Locus typicus ist der Simplon in der Schweiz.

Dorfmann (1963) schreibt über "Das Vorkommen von Eutrichocnemis (Gracilaria) simploniella F. R. in Deutschland" und stellt dabei alle ihm damals aus dem Gebiet bekannten Funde zusammen. Bemerkenswert sind dabei die eigenen Funde in Birkenrinde bei Berlin und der erste Nachweis aus Baden-Württemberg - wieder in Birkenrinde, also einer Pflanzenart, die weder zuvor noch danach jemals für diese Schmetterlingsart genannt wurde.

Hausenblas (2006) akzeptiert die Angabe aus Baden-Württemberg und damit den Fund in Birkenrinde: "In zwei Veröffentlichungen wird von Dorfmann (1960, 1963) durchaus glaubhaft über den Fund einer Mine in Birkenrinde im Jahre 1956 in Creglingen (nicht Greglingen wie irrtümlich angegeben, LK Main-Tauber-Kreis) berichtet. Da eine weitere Verbreitung im Taubertal mit seinem auch für den Weinbau so günstigen, kontinental getönten klimatischen Verhältnissen und dem Vorkommen zahlreicher wärmeliebender Arten unbedingt zu erwarten ist, sollte auf die arttypischen Rindenminen an Eiche und Birke (evtl, auch an Eßkastanie und Hainbuche) verstärkt geachtet werden."

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Die 14. Lieferung wurde nach Rodeland (2018) 1839 herausgegeben.

4.5. Literatur

  • Dorfmann, H. (1963): Das Vorkommen von Eutrichocnemis (Gracilaria) simploniella F. R. in Deutschland (Lep.). — Entomologische Berichte, 1963: 52. [Dank an E.O. KRÜGER für den Hinweis auf diese Arbeit]
  • Erstbeschreibung: Fischer von Röslerstamm, J. E. (1834–1843): Abbildungen zur Berichtigung und Ergänzung der Schmetterlingskunde besonders der Microlepidopterologie als Supplement zu Treitschke's und Hübner's europaeischen Schmetterlingen, mit erlaeuterndem Text: I-V, 6-304, Alphabetisches Register mit Synonymen [i]-[iv], pl. 1-100. Leipzig (Hinrichs). — Digitalisat von Google Books im Viewer der Hathi Trust Digital Library: [197], [pl. 70].
  • Hausenblas, D. (2006): Korrekturen und Ergänzungen zur Mikrolepidopterenfauna Baden-Württembergs und angrenzender Gebiete. — Mitteilungen des entomologischen Vereins Stuttgart 41: 3-27 [PDF auf zobodat.at].
  • Hering, E. M. (1957): Bestimmungstabellen der Blattminen von Europa einschließlich des Mittelmeerbeckens und der Kanarischen Inseln. Band 1-2: Bestimmungsschlüssel, 1185 S.; Band 3: Zeichnungen, 211 S.; 's-Gravenhage (Uitgeverij Dr. W. Junk).
  • Rodeland, J. (2018): Zur Datierung der „Abbildungen zur Berichtigung und Ergänzung der Schmetterlingskunde“ von Josef Emanuel Fischer von Röslerstamm. — Online-Publikation im Lepiforum: [PDF].
  • Schönherr, J. (1966): Das Rätsel der Fraßgänge am Stamm junger Edelkastanien und Birken. Die Minen der Rindenminiermotte Spulerina (Eutrichocnernis) simploniella F. R. — Zeitschrift für Angewandte Entomologie 1966: 179-182.
  • [SCHÜTZE (1931): 80]

4.6. Informationen auf anderen Websites (externe Links)