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Falter
Kopula
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Geschlecht nicht bestimmt
Beschreibung als Glyphipteryx variella
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Kopula

1.3. Raupe

1.4. Fraßspuren und Befallsbild

Die Raupen spinnen sich mit Sandkörnern verkleidete Gespinströhren, welche aus dem Untergrund in der Nahrungspflanze hochführen. Beim Anheben der aufliegenden Zweige werden die Sandröhrchen sofort sichtbar. In manchen steckt dann eine Raupe drin. (Rudolf Bryner)

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Beschreibung als Glyphipteryx variella

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Ericaceae:] Empetrum nigrum (Krähenbeere)

Die Art lebt monophag an der Krähenbeere. Wegner (2011) formuliert: "Die Raupen dieser spezialisierten Art leben in einem mit Sandkörnern versponnenen, lockeren Gespinstschlauch, der an übersandeten Stängeln der Krähenbeere befestigt ist. Entsprechend sind übersandende Krähenbeer-Bestände, in denen die Pflanzen immer wieder nach oben durchtreiben, das artspezifische Habitat."

Was bei Schütze (1931) alles an Pflanzen unter dem Synonym Scythris variella Stephens aufgelistet wird, zeigt nur, wie wenig man die Artabgrenzungen in der Gattung verstanden hatte.

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Karsholt & Nielsen (1976: 151): “[...] the main foodplant is Empetrum nigrum L. [...]”.

4.2. Synonyme

4.3. Faunistik

Nach der Fauna Europaea [last update 29 August 2013 | version 2.6.2] gibt es Angaben aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Dänemark, Finnland, Estland, Schweden, Norwegen, Finnland und Litauen, aber auch aus Spanien.

Gaedike & Heinicke (1999) kennen aus Deutschland nur Altangaben aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kommen hier die oben gezeigten aktuellen Nachweise von der Insel Sylt in Schleswig-Holstein (siehe hierzu auch Wegner (2011)).

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Nomen novum: Karsholt, O. & E. Schmidt Nielsen (1976): Nemapogon wolffiella nom. nov. for N. albipunctella (Haworth) and Scythris empetrella nom. nov. for S. variella (Stephens) (Lepidoptera: Tineidae and Scythrididae). — Entomologica Scandinavica 7 (2): 151-152.
  • [SCHÜTZE (1931): 196]
  • Beschreibung als Glyphipteryx variella: Stephens, J. F. (1834): Illustrations of British Entomology; or, a Synopsis of Indigenous Insects: Containing their Generic and Specific Distinctions; with an Account of their Metamorphoses, Times of Appearance, Localities, Food, and Economy, as Far as Practicable. Haustellata 4: 1-434 + pl. 33-41.
  • Wegner, H. (2011): Die Kleinschmetterlings-Fauna ausgewählter Biotope auf der nordfriesischen Insel Sylt (Lepidoptera). — Drosera, 2010: 1-44 [PDF auf oops.uni-oldenburg.de].