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Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) in Deutschland nur mit Angaben von vor 1980 aus Bayern bekannt. Dort wurde die Art von Pröse et al. (2003) aber nicht in die Rote Liste aufgenommen, sondern zu den Arten gestellt, bei denen begründete, starke Zweifel am (ehemaligen) Vorkommen bestehen. Die Art wird hier daher mit "?" für Deutschland geführt. Im "Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands" wird die Art von Gaedike et al. (2017) in der Tabelle mit Altangaben aus Bayern und Baden-Württemberg angeführt. In der Anmerkung von R. Gaedike dazu wird aber das Vorkommen in Bayern weiterhin angezweifelt: "Die Meldungen für BY beruhen entweder auf Fehlbestimmungen oder es fehlen die Belege (Haslberger & Segerer 2016)". Das angebliche ehemalige Vorkommen in Baden-Württemberg wird weder erläutert noch kommentiert. Ausführliche Ausführungen hierzu gibt es von Hausenblas (2014: 169-170). Demnach erwiesen sich bei der Überprüfung der Belege nahezu alle älteren Angaben als Fehlbestimmungen (meist von S. picaepennis, auch S. tributella). Ausnahme: "Lediglich ein männliches Exemplar konnte als wirkliche S. disparella bestätigt werden: 1 ♂ Württemberg, Diebskarren bei Rohr (westlich von Stuttgart-Rohr bzw. von Stuttgart-Vaihingen, LK Böblingen), F. 7.7.1940, A. Wörz (SMNS GP-Nr. 1416) (Funddatum nach Wörz (1957) 7.7.1943)". Dazu gab es dann aber überraschend noch zwei weitere Belegtiere vom selben Fundort aber aus früheren Jahren, die bisher fehlbestimmt waren: "Daneben befanden sich unter den als Scythris fuscocuprea (aktueller Name: Scythris crassiuscula (Herrich-Schäffer, 1855)) bestimmten Belegen zwei weitere Tiere von S. disparella, die im gleichen Gebiet gefangen wurden: 1 ♂ Württemberg, Diebskarren bei Vaihingen, F. 11.6.1937, A. Wörz (SMNS GP-Nr. 1426); 1 ♂ Württemberg, Diebskarren bei Rohr, F. 7.7.1940, A. Wörz (SMNS GP-Nr. 1425; Abb. 2)".

Demnach gab es diese Art an diesem Fundort mindestens von 1937 bis 1940 (1943?), also in einer offensichtlich etablierten Population. Da sie seither nicht mehr gefunden wurde, ist zu befürchten, dass sie in Deutschland ausgestorben sein könnte.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Gaedike, R., Nuss, M., Steiner, A. & R. Trusch (2017): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Lepidoptera). 2. überarbeitete Auflage. — Entomologische Nachrichten und Berichte (Dresden), Beiheft 21: 1-362.
  • Hausenblas, D. (2014): Korrekturen und Ergänzungen zur Mikrolepidopterenfauna Baden-Württembergs und angrenzender Gebiete – 3. Beitrag. — Mitteilungen des entomologischen Vereins Stuttgart, 49: 157-189. [PDF auf zobodat.at]
  • Pröse, H., Segerer, S. & H. Kolbeck (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Kleinschmetterlinge (Lepidoptera: Microlepidoptera) Bayerns. — S. 234-268. In: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Tiere Bayerns. — Schriftenreihe Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Heft 166. 384 S., Augsburg. [Hinweis: Im Heft steht als Erscheinungsjahr "2003" - tatsächlich wurde es aber erst am 2. April 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt] [PDF auf lfu.bayern.de].
  • Erstbeschreibung: Tengström, J. M. J. (1848): Bidrag till Finlands fjäril-fauna. — Notiser ur Sällskapets pro fauna & flora fennica förhandlingar 1: 69-164. Helsingfors (A. W. Gröndahl).

4.4. Informationen auf anderen Websites (externe Links)