Vorkommen
Länder:Kontinente:EU
Falter
Männchen
Inhalt

1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Artemisia umbelliformis (Echte Edelraute)
  • [Asteraceae:] Artemisia glacialis (Gletscher-Edelraute)
  • [Asteraceae:] Achillea erba-rotta ssp. moschata [= Achillea moschata] (Moschus-Schafgarbe)
  • [Asteraceae:] Erigeron sp. ? (Berufskraut ?)

Bei Huemer & Karsholt (2010: 198) ist zu lesen: "The larva has been recorded mining the leaves of Erigeron L. (Asteraceae) and spinning them together. Pupation took place between spun leaves or tissue in the laboratory (Huemer, pers. obs.) Schmid (in litt.) found the larva feeding gregariously between spun leaves of Artemisia umbelliformis Lam. (Asteraceae).

Schmid (2019: 422) ergänzt und korrigiert: "Als Raupennährpflanze wurde die Echte Edelraute (Artemisia umbelliformis) (1) auf Kalk sowie die Moschus-Schafgarbe (Achillea erba-rotta ssp. moschata und die Gletscher-Edelraute (Artemisia glacialis) auf Silikat festgestellt. Das in der Literatur auch genannte Berufskraut (Erigeron) (Huemer & Karsholt, 2010) bezieht sich wohl auf die Art Scrobipalpula diffluella. Die Raupen leben gesellig am Grund der Pflanzenpolster, wo sie aus Seidenröhren heraus die grundständigen Blätter minieren (2, 3, 6)." Die Ziffern stehen dabei für erläuternde Fotos.

Konkret in Frage gestellt wird damit die Meldung von Huemer & Karsholt (1998: 51): "♂, ♀, Graubünden, S. Bernardino pass, 2350 m, e.l. early v.1992 (Erigeron), leg. Huemer TLMF)." Eine erneute Überprüfung zur Verifizierung oder Falsifizierung ist hier wünschenswert, ebenso eine genauere Benennung der Erigeron-Art.

Die von Huemer & Karsholt (1998) gemachten Angaben zu Centaurea pindicola, Achillea holosericea und Achillea ageratifolia serbica beziehen sich auf die erst später beschriebene Scrobipalpula seniorum Povolný, 2000.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Nach Sauter & Whitebread (2005) ist die Art, die nach Huemer & Karsholt (1998) bona spec. ist, in die Schweizer Lepidopterenfauna aufzunehmen. Nach Schmid (2010: 422) ist sie in den Alpen ganz an sehr trockene Felswände zwischen ca. 1700 und 2600 m gebunden, wo sie aber sowohl trockene Böden auf Kalk wie auch Silikat besiedelt. Zur Gesamtverbreitung schreibt er: "In Europa bisher nur von einigen wenigen Lokalitäten in den Schweizer und französischen Zentralalpen nachgewiesen." Frühere Angaben aus Nordmazedonien und Griechenland beziehen sich auf die erst später beschriebene Scrobipalpula seniorum Povolný, 2000.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur

4.4. Informationen auf anderen Websites (externe Links)