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Falter
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

Darin indizierte Abbildung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Inula ensifolia (Schwert-Alant, Schwertblättriger Alant)

Krone (1905) beschreibt die Raupe und ihre Lebensweise: "Die 7 mm lange, wachsgelbe Raupe ist nach beiden Enden sehr verjüngt und nur schwach glänzend. Der Kopf ist klein von "honiggelber Farbe. Das Nackenschild ist etwas lichter als der Kopf. Die Raupe ist wie die der Ptoch. inopella fußlos, stark gekrümmt, was seinen Grund darin finden mag, daß sie an der Peripherie des Fruchtknotens von Inula ensifolia die Samenkörner frißt und sich so eine bogenförmige Wohnung schafft. Die Raupe ist erwachsen im August zu finden und überwintert. Ende September erhält der honiggelbe Kopf dann die lichtere Grundfarbe des Körpers. Sie verpuppt sich anfangs April in dieser Wohnung in einem zähen, lederartigen, krummen Gehäuse, welches mit Fruchthülsen reichlich besetzt ist. Die Farbe der Puppe ist lichtbraun. Der Falter entwickelt sich Ende Mai. Obwohl die Raupe gar nicht selten ist, entwickeln sich doch nur wenige Falter."

Schütze greift diese Meldung aus und formuliert: "Die fußlose Raupe in den Köpfen von Inula ensifolia, die Samen fressend, überwintert in der Wohnung und verpuppt sich im April in einem zähen, lederartigen, krummen Gehäuse, das mit Fruchthülsen reichlich besetzt ist. Zucht schwierig (Krone). Südostdeutschland." "Südostdeutschland" bezieht sich hier sicher auf Krones Mödling bei Wien (Österreich).

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Die Angabe "Südostdeutschland" bei Schütze (1931) bezieht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Krones Mödling bei Wien (Österreich), also auf Vorkommen weit außerhalb der heutigen Grenzen Deutschlands; für diese Interpretation spricht auch, dass die Art nach seiner Zusammenstellung an einer Pflanze leben soll, die wild in Deutschland nicht vorkommt (Inula ensifolia). Die Art wird weder bei Gaedike & Heinicke (1999) noch in der Fauna Europaea (last update 27 january 2011) für Deutschland genannt.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den detaillierten Datierungs-Angaben von Heppner (1982). Obwohl die Tafel 73 bereits 1853 erschienen ist, darf sie nach den Bestimmungen des ICZN nicht als Erstbeschreibung gelten, denn die Nomenklatur auf dieser Tafel ist nicht binominal.

4.4. Literatur

  • Heppner, J. B. (1982): Dates of selected Lepidoptera literature for the western hemisphere fauna. — Journal of the Lepidopterologists' Society 36 (2): 87-111.
  • Erstbeschreibung: Herrich-Schäffer, G. A. W. („1853-1855“) [1847-1855]: Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, zugleich als Text, Revision und Supplement zu Jakob Hübner's Sammlung europäischer Schmetterlinge. Fünfter Band. Die Schaben und Federmotten: 1-394, Tineides pl. 1-124, Pterophides pl. 1-7, Micropteryges pl. 1. Regensburg.
  • Krone, W. (1905): Über die bisher unbekannten ersten Stände einiger Microlepidopteren. — Jahresberichte des Wiener entomologischen Vereins, 15: 93-103.[PDF auf zobodat.at]
  • [SCHÜTZE (1931): 198]