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2. Weitere Informationen

2.1. Andere Kombinationen

  • Lophopteryx cuculla saerdabensis Daniel, 1938 [Originalkombination]
  • Ptilodon saerdabensis (Daniel, 1938) [bis Morozov et al. (2026) übliche Kombination]

2.2. Taxonomie und Faunistik

Daniel (1938: 3) beschrieb sein neues Taxon zunächst im Rang einer Unterart: "Lophopteryx cuculla saerdabensis"; Daniel (1965: 3) wertete es aufgrund der doch deutlichen Genitalunterschiede zur Art auf: "Lophopteryx saerdabensis". Später wurde es durchgehend als "Ptilodon saerdabensis" geführt, bis Morozov et al. (2026) die bisherige Untergattung Ptilodontella wieder zur Gattung aufwerteten und das Taxon saerdabensis in diese Gattung überführten.

Die Gründe für die Wiederaufwertung von Ptilodontella von einer Untergattung zu einer Gattung waren die gleichen, die bisher zur Begründung einer Untergattung dienten: Genitalunterschiede in beiden Geschlechtern gegenüber den restlichen Ptilodon-Arten. Und damit erhebt sich beim Leser jetzt zwangsläufig die Frage: "Ist dann der Rest von Ptilodon noch ein Monophylum ?" Überraschenderweise wird diese Frage von den Autoren gar nicht erst diskutiert. Vielleicht weil sie sich ohne den Einstieg in die Genetik auch gar nicht klar beantworten lässt. Genetische Aspekte spielen in dieser Arbeit gar keine Rolle. Für die Neubeschreibung der dritten Art von Ptilodontella - P. alberti - war das auch nicht nötig - die Argumentation mit Genitalunterschieden und den herausgearbeiteten getrennten Arealen reicht zur Absicherung der Artberechtigung. Aber genetische Untersuchungen - und wahrscheinlich schon einfaches COI-Barcoding - hätten die morphologisch gewonnnen Erkenntnisse vermutlich bestens stützen können. Die Frage nach den Barcodes stellt sich noch immer - und sie wird sicher nachgearbeitet werden - aber warum hat man nicht gleich einen Genetiker mit ins Autorenteam geholt ?

Morozov et al. (2026) legen eine Verbreitungskarte mit den jetzt bekannten Arealen der drei Ptilodontella-Arten vor - diese berühren sich fast, aber eben nur fast. Dabei liegt das Verbreitungsgebiet von P. alberti zwischen den Verbreitungsgebieten der beiden anderen Arten. Zu P. saerdabensis schreiben sie: "limited to the Alborz range in southeastern Azerbaijan and northern Iran (Schintlmeister 1989)."

(Autor: Erwin Rennwald)

2.3. Typenmaterial

Daniel (1938: 3): „Beschrieben nach 2 ♂, Elburs mts. s., Tacht i Suleiman; Särdab-Tal (Vandarban) 1900–2200 m, 10.–14. VII. 37.“ Morozov et al. (2026: ) werten das mit "HT" gekennzeichnete Typusexemplar zum Lectotypus auf, obwohl doch ziemlich klar ist, das "HT" für "Holotypus" stehen sollte, zumal ein zweites Exemplar mit "Cotype" beschriftet war, was als Paratypus zu verstehen ist.

2.4. Literatur