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2. Weitere Informationen

2.1. Etymologie (Namenserklärung)

Morozov et al. (2026: 123) erklären: "The new species is named in honor of the late Albert Dzhusoev, who helped organize the expedition to the Caucasus highlands, where part of the type series, including the holotype, was collected. Albert provided invaluable assistance in studying lepidopteran biodiversity in the previously unexplored transcaucasian territory of the Republic of South Ossetia (Streltzov et al. 2022a, b, 2024; Nedoshivina et al. 2023; Sinev et al. 2023; Naydenov et al. 2025)."

2.2. Taxonomie und Faunistik

Morozov et al. (2026) werteten die bisherige Untergattung Ptilodontella wieder zur Gattung auf. Die Gründe für die Wiederaufwertung von Ptilodontella von einer Untergattung zu einer Gattung waren die gleichen, die bisher zur Begründung einer Untergattung dienten: Genitalunterschiede in beiden Geschlechtern gegenüber den restlichen Ptilodon-Arten. Und damit erhebt sich beim Leser jetzt zwangsläufig die Frage: "Ist dann der Rest von Ptilodon noch ein Monophylum ?" Überraschenderweise wird diese Frage von den Autoren gar nicht erst diskutiert. Vielleicht weil sie sich ohne den Einstieg in die Genetik auch gar nicht klar beantworten lässt. Genetische Aspekte spielen in dieser Arbeit gar keine Rolle. Für die Neubeschreibung der dritten Art von Ptilodontella - der hier abgehandelten P. alberti - war das auch nicht nötig - die Argumentation mit Genitalunterschieden und den herausgearbeiteten getrennten Arealen reicht zur Absicherung der Artberechtigung. Aber genetische Untersuchungen - und wahrscheinlich schon einfaches COI-Barcoding - hätten die morphologisch gewonnnen Erkenntnisse vermutlich bestens stützen können. Die Frage nach den Barcodes stellt sich noch immer - und sie wird sicher nachgearbeitet werden - aber warum hat man nicht gleich einen Genetiker mit ins Autorenteam geholt ?

Die Tiere von P. alberti waren zuvor zu P. saerdabensis gerechnet worden. Jene Art verliert jetzt einen großen Teil ihres ehemaligen Verbreitungsgebiets und ist auf den Alborz im Südosten von Aserbaidschan und den Norden des Iran beschränkt. Angaben aus Georgien oder der Türkei gehören hingegen zur neuen Art. Morozov et al. (2026) zeigen nicht nur eine Verbreitungskarte der drei Arten von Ptilodontella, sondern erläutern zu P. alberti detailliert: "Widely spread across the Greater and lesser Caucasus and the Pontic Mountains. In the Greater Caucasus, the northern border lies between the foothills and the lowland Pontic steppe, and the eastern border nearly reaches the Caspian Sea. In contrast, the southern branch extends through the lesser Caucasus toward the Alborz range. No confirmed sympatric finding of the new species and P. saerdabensis has been recorded so far from the area between the lesser Caucasus and the Alborz range. the western branch extends from the lesser Caucasus along the northern Pontic Mountains, reaching Bolu Province in northwestern Turkey. Can Cengiz et al. (2015), Kemal & Koçak (2016), and users of the iNaturalist online network have provided a few more collection localities in turkey and Georgia that follow the general pattern and are marked on the maps (figs 2–3)."

2.3. Typenmaterial

Morozov et al. (2026: 107) schrieben: "Holotype: ♂, Republic South Ossetia, Dzaus distr., 4 km NNE Kwaisa, Koz lake, N 42°33’32” E 43°37’59”, 1580 m, 28–30.06.2021, leg. A. Strelzov, P. Ustjuzhanin & R. Yakovlev, GS 179 (zISP)." Hinzu kommen zahlreiche Paratypen aus dem gesamten bekannten Verbreitungsgebiet.

(Autor: Erwin Rennwald)

2.4. Literatur