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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Genitalien ♂
Genitalien ♀
Erstbeschreibung
Habitat
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieLebensweise der RaupeNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

2. Diagnose

In der Zeichnung recht variable Art. Am gleichen Fundort findet man eintönig grau gezeichnete Tiere neben solchen mit einer stark kontrastreichen Zeichnung; dabei handelt es sich oftmals um die Weibchen. (Friedmar Graf)

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Geschlecht nicht bestimmt

2.4. Genitalien

2.4.1. Männchen

2.4.2. Weibchen

2.5. Erstbeschreibung

3. Biologie

Diese Art ist in der Oberlausitz (Sachsen) an größeren Beständen von Besenginster (Cytisus (= Sarothamnus) scoparius) zu finden. An trüben Tagen und in den Abendstunden kann man den Falter an den entsprechenden Standorten ab Anfang Mai recht zahlreich aus dem Gestrüpp scheuchen. Letzte abgeflogene Tiere finde ich bis in den Juli. [Friedmar Graf]

3.1. Habitat

3.2. Lebensweise der Raupe

Die Raupen fertigen an der Nahrungspflanze röhrenförmige und großflächige Gespinste an. Sie leben in unterirdischen Verstecken, in die sie sich schon bei geringster Störung blitzschnell zurückziehen. Daher sind sie an den Pflanzen schwer zu beobachen. Siehe Beobachtungsbericht von Friedmar Graf im [Forum].

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Genista pilosa (Behaarter Ginster)
  • [Fabaceae:] Genista anglica (Englischer Ginster)
  • [Fabaceae:] Genista tinctoria (Färber-Ginster)
  • [Fabaceae:] Cytisus scoparius ?? [= Sarothamnus scoparius ??] (Besenginster ??)
  • [Ericaceae:] Calluna vulgaris ??? (Heidekraut ???)

Schon bei Snellen (1882: 642) war zu lesen: Rups volgens von Heinemann en Rössler op Genista Pilosa en andere soorten von Genista in gangen von spinsel, digt bij den grond." Rössler (1867: 242) hatte zu Gelechia solutella notiert: "Höchst gemein von Anfang Mai auf Haideflächen. Die Raupe in röhrenförmigen Gängen auf der Erde unter Genista pilosa und anderen Ginsterarten (A. Schmid)." Und Rössler (1881: 292) wiederholte fast wörtlich: "Höchst gemein auf trockenen Waldstellen. Die Raupe in Gespinnströhren auf der Erde unter Genista pilosa und anderen Ginsterarten (A. Schmid)."

Schütze (1931: 121) trug zusammen: "Gelechia solutella Zeller Raupe bis April [...] In Gespinströhren unter Sarothamnus und Genista pilosa und anderen Arten, dicht über der Erde (Sorhagen und andere)." Er hatte die Raupe also offensichtlich nicht selbst beobachtet.

Elsner et al. (1999: 39) notierten zur Raupe kurz: "B; Genista pilosa, G. tinctoria. Sarothamnus scoparius (Fabaceae), Calluna vulgaris (Ericaceae)."

Bei Huemer & Karsholt (1999: 174) konte man dann lesen: " The larval host-plants are various Papilionaceae: Genista tinctoria L., G. pilosa L. (Bradford & Sokoloff, 1988: 131) and Cytisus L. (Schütze 1931: 121). It feeds from July to September (Parsons, 1995: 56) in a silken tube near the ground. According to Schütze (op. cit.) the larval stage hibernates."

Bei Palmer (2002: 149) steht geschrieben: "Ovum. Laid on recumbent plants of petty whin (Genista anglica) or hairy greenweed (G. pilosa). Dyer's greenweed (G. tinctoria has also been cited as a food-plant Bradford [1979]) but probably in error (Heckford, 1999a). In mainland Europe noted on broom (Cytisus scoparius)." Nach einer ausführlichen Beschreibung der Raupe ging es weiter: "On Genista anglica, the larva feeds from a dense vertical silken tube constructed in moss and dead plant material situated around the base of the foodplant, a finer silk tube extending upwards to the stem and leaves. It is found in August and September but it is not known whether the species overwinters in this stage or as a pupa."

Fehlen noch Gregersen & Karsholt (2022: 374), die nach der Raupenbeschreibung zusammentrugen: "Host-plant. Genista pilosa (Benander op. cit.); also recorded from other Genista species (Sorhagen 1886: 188; Snellen 1882: 642). The larva lives on prostrate plants in more or less sand-covered, silken galleries with threads along the shoots (Benander op. cit.); Palmer 2002: 149; Beavan & Heckford in litt.). Benander found larvae 25.vii. which hibernated. The habitat is Genista-heaths."

Beavan (2022) meldet: "Genista tinctoria confirmed as a foodplant of Prolita solutella".

In der Summe werden also lediglich 2 Ginster-Arten - Genista pilosa und G. anglica - häufig genutzt, eine weitere Art der gleichen Gattung - Genista tinctoria - zumindest gelegentlich. Für die Nutzung von Besenginster (Cytisus scoparius) gibt es keine harten Indizien - sehr junge, von Wild befressene Besenginster-Büsche auf Sandböden würden immerhin die passenden Strukturen bieten, doch wahrscheinlicher ist die Angabe unzutreffend. Und was ist mit Calluna vulgaris ? Diese Pflanze gehört bei den typischen Lebensräumen einfach mit dazu - ob sie auch einmal befressen wird, ist fraglich; sie ganz zu streichen könnte aber nach den Erfahrungen der Ausweitung des Nahrungsspektrums in den Hochlagen bei der verwandten Prolita sexpunctella auch voreilig sein.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur