Vorkommen
Länder:+10Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Weibchen
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

4. Puppe

5. Diagnose

5.1. Weibchen

Die Gruppe der an verschiedenen Rosaceae lebenden Phyllonorycter-Arten sind zum Teil schwierig auseinander zu halten, v.a. Phyllonorycter oxyacanthae, Ph. mespilella und Ph. sorbi. Sicherheit bringt erst eine Genitaluntersuchung. In der Literatur wird als Charakteristikum für Ph. sorbi manchmal die ausgedehnte Bestäubung der Grundfarbe mit dunkelbraunen Schuppen angegeben. Tatsächlich gibt es aber auch Falter, deren dunkle Bestäubung nicht auffallender ist als bei Ph. oxyacanthae, im Falterbild 6 ein derart "hell" gefärbtes Männchen.

Puppe: Die Verpuppung erfolgt bereits im Herbst in einem zähen, weisslichen, lang gestreckten Gespinst, an dessen einen Ende sich der ovale Puppenkokon befindet. Der Kot wird zuvor von der Raupe in der Mitte der Mine aufgeschichtet.

Raupe: Die gelblichgrünen Raupen von Phyllonorycter sorbi besitzen einen kräftig dunkel durchscheinenden Darmkanal und einen bräunlichen Kopf. Die Abdominalsegmente sind oft etwas intensiver gelb gefärbt. Der dottergelbe Fleck auf dem achten Segment wird von einem durchscheinenden Fettkörper hervorgerufen und stellt kein konstantes Merkmal dar.

Mine: Wenn sich im Herbst die Blätter gelb verfärben, so bleibt der Bereich der Mine oberseits noch länger grün, ein Phänomen, das auch bei Minen anderer Phyllonorycter-Arten und bei den Minen etlicher Nepticuliden beobachtet werden kann. Die länglichen Minen folgen einer Seite der Mittelrippe oder einem Blattrand und ziehen oft die gesamte Hälfte eines Teilblättchens unterseits stark zusammen.

(Autor: [Rudolf Bryner])

5.2. Genitalien

5.2.1. Männchen
5.2.2. Weibchen

5.3. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

Phyllonorycter sorbi habe ich bisher fast ausschliesslich in nordgerichteten Bergwäldern angetroffen. Gemäss Literatur müsste sie auch an Prunus padus (Traubenkirsche) in Auenwäldern zu finden sein. [Rudolf Bryner]

6.2. Raupennahrungspflanzen

6.3. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Sorbus aucuparia (Eberesche)
  • [Rosaceae:] Sorbus aria (Mehlbeere)
  • [Rosaceae:] Sorbus intermedia [= Sorbus scandica] (Schwedische Mehlbeere)
  • [Rosaceae:] Sorbus torminalis (Elsbeere)
  • [Rosaceae:] Sorbus domestica (Speierling)
  • [Rosaceae:] Sorbus chamaemespilus (Zwerg-Mehlbeere, Berg-Mehlbeere)
  • [Rosaceae:] Sorbus x hybrida [= Sorbus aria x Sorbus aucuparia] (Bastard-Mehlbeere)
  • [Rosaceae:] Prunus padus (Trauben-Kirsche)
  • [Rosaceae:] Prunus avium (Süß-Kirsche, Vogel-Kirsche)
  • [Rosaceae:] Prunus cerasus ? (Sauer-Kirsche ?)
  • [Rosaceae:] Prunus cerasifera ? (Kirschpflaume ?)
  • [Rosaceae:] Prunus mahaleb ? (Weichsel-Kirsche ?)
  • [Rosaceae:] Malus sylvestris (Wild-Apfel)
  • [Rosaceae:] Pyrus communis (Kultur-Birne)
  • [Rosaceae:] Cydonia oblonga [= Cydonia vulgaris, Amelanchier oblonga] (Quitte)
  • [Rosaceae:] Chaenomeles japonica ? (Japanische Zierquitte ?)
  • [Rosaceae:] Cotoneaster integerrimus (Gewöhnliche Zwergmispel)
  • [Rosaceae:] Cotoneaster tomentosus [= Cotoneaster nebrodensis] (Filzige Zwergmispel, Filz-Zwergmispel, Filz-Steinmispel)
  • [Rosaceae:] Crataegus monogyna (Eingriffeliger Weißdorn)
  • [Caprifoliaceae:] Lonicera xylosteum (Gewöhnliche Heckenkirsche)

Wichtigste Pflanze ist hier eindeutig die schon in der Erstbeschreibung von genannte Eberesche (Sorbus aucuparia). Die Art miniert unterseitig an Eberesche (Sorbus aucuparia) und Traubenkirsche (Prunus padus) [Bradley, Jacobs & Tremewan (1970)]. Triberti (2007) kennt die Art nur von einer Reihe von Arten der Gattung Sorbus und vom Apfel- und Birnbaum aus eigener Anschauung.

Schütze (1931) hatte festgestellt: "In zwei Generationen unterseits an Sorbus aucuparia. Mine lang und schmal, zwischen Mittelrippe und Außenrand, der sich oft ganz nach unten umschlägt. Bei herbstlicher Entfärbung der Blätter bleiben die mit noch fressenden Raupen besetzten Teile grün. Die Varietät padella Glitz. früher eigene Art, lebt an Prunus padus (Sorhagen).

Nach den oben dokumentierten Beobachtungen von Peter Buchner ausnahmsweise - also ein typischer Fall von Xenophagie - auch an Heckenkirsche (Lonicera xylosteum).

(Autoren: Erwin Rennwald & Peter Buchner)

7. Weitere Informationen

7.1. Andere Kombinationen

  • Lithocolletis sorbi Frey, 1855 [Originalkombination]

7.2. Synonyme

7.3. Literatur