Version 13 / 14 vom 20. März 2021 um 22:56:06 von Erwin Rennwald
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Falter
Minen, Raupen
Männchen
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Falter

2. Minen, Raupen

3. Diagnose

3.1. Männchen

4. Biologie

4.1. Raupennahrungspflanzen

4.2. Nahrung der Raupe

  • [Sapindaceae:] Acer monspessulanum (Französischer Ahorn)
  • [Sapindaceae:] Acer opalus (Schneeball-Ahorn, Schneeballblättriger Ahorn)

Klimesch (1942) beschrieb seine Art nach Raupenfunden an Acer monspessulanum im Süden Kroatiens. Laštůvka & Laštůvka (2011) bestätigten diese Pflanze auch für Spanien und ergänzten von dort noch Acer opalus.

5. Weitere Informationen

5.1. Etymologie (Namenserklärung)

Synonym Phyllonorycter acericorsica: Nel & Varenne (2015: 164): « « aceri » d'Acer (érable) pour rappeler ses affinités avec les Phyllonorycter liés aux Acéracées et « corsica » La Corse pour rappeler sa patrie. »

5.2. Andere Kombinationen

5.3. Synonyme

5.4. Taxonomie und Faunistik

Klimesch (1942) beschrieb die Fundumstände seiner neuen Art: "Lithocolletis ochreojunctella spec. nov. Ende Mai 1939 die Faltenminen an Acer monspessulanum-Blättern bei Ljubac. Ich dachte zuerst an Lithocoll. monspessulanella Fuchs, der einzigen bisher von Acer monspessulanum bekannten Lithocolletis-Art. Groß war aber die Überraschung, als Mitte Juni Imagines einer kleinen Art der acerifoliella-Gruppe schlüpften. Obwohl mir von dieser ursprünglich in Anzahl erzogenen Art derzeit nur mehr 4 WWW vorliegen — das übrige Material ging leider auf der Reise zugrunde — möchte ich trotz Unkenntnis der männlichen Imago und deren Genitalarmatur die Art unter ebenstehenden Namen in die Literatur einführen, da schon mit Rücksicht auf die Futterpflanze die Annahme des Vorliegens einer bona species gerechtfertigt ist. In die nächste Verwandtschaft der Lithocolletis acerifoliella Z. (= sylvella Hw.) gehörig."

Nach der ausführlichen Beschreibung geht es weiter: "Von Litt. acerifoliella Z. durch geringere Größe, weniger deutliche Zeichnung, den zwischen beiden Querbinden bestehenden gelbbraunen Wisch und durch den verschiedenen Verlauf der Querbinden selbst unschwer zu unterscheiden.

Die von Prof, W. Krone im Jahresber. d. Wr. Ent. Ver. V. 1910 beschriebene, mir in natura leider unbekannte Lithocolletis fiumella auf Acer campestre von Fiume gehört auch in die Verwandtschaft der neuen Art. Krones Abbildung zeigt eine spitzflügelige Art der acerifoliella-Gruppe , deren beide Querstreifen stumpfwinkelig verlaufen und die sich schon dadurch sowie auch durch das Fehlen des gelbbraunen Längswisches von meiner Art unterscheidet."

Nach [bladmineerders.nl] soll Klimesch (1956) seine Art dann doch selbst mit Phyllonorycter fiumella synonymisiert haben - die entsprechende Arbeit [Über einige für die Mazedonische Fauna bemerkenswerte Microlepidopteren. - Fragmenta balcanica 1(27): 209–219] konnte ich noch nicht einsehen.

Laštůvka & Laštůvka (2011) widersprechen dieser - zuvor allgemein anerkannten - Synonymisierung; demnach sind alle Angaben zu "P. fiumella" aus Mazedonien, Italien und Spanien - zumindest sofern sie sich auf Tiere von Acer monspessulanum beziehen - P. ochreojunctella zuzuordnen; bladmineerders.nl und gracillariidae.net folgen ihm hierin, auch wenn das auf letzterer Seite hinsichtlich der Verbreitung noch nicht konsequent umgesetzt wurde.

Auch wenn letzten Endes erst einmal unklar ist, was mit Krones "Phyllonorycter fiumella" eigentlich gemeint ist, folgen wir hier dieser Aufhebung der Synonymisierung. In der Folge haben wir die unter P. fiumella gemeldeten und bis 15. Januar 2015 auch so abgelegten Fotos aus Friaul alle hierher verschoben; auch nach dem bebilderten Schlüssel in Klimesch (1942) passen sie zu dessen Art und nicht zur Zeichnung von Krone (1911).

Nel & Varenne (2015: 162) beschrieben Phyllonorycter acericorsica als weitere, als Raupe vermutlich an Ahorn lebende Art von Korsika. Lopez-Vaamonde et al. (2021, supplementary material) nehmen die Art nicht in ihre europäische Checkliste auf und begründen: "Most likely Ph. ochreojunctella (Klimesch, 1942): forewing pattern and genitalia are indistinguishable, also the host plant is the same." Eine formale Synonymisierung nehmen sie aber noch nicht vor. Diese überließen sie Huemer & van Nieukerken (2021), die mitteilten: "Phyllonorycter acericorsica was described from two male specimens and compared with several other Acer-feeding congenerics, particularly P. acerifoliella (Zeller, 1839) (Nel & Varenne 2015). Unfortunately DNA barcoding of the holotype failed. On the basis of the forewing pattern and genitalia we follow Z. Laštůvka (in Lopez-Vaamonde et al. 2021) who regards this as Phyllonorycter ochreojunctella, a species not considered by Varenne & Nel (2015), and we hereby introduce the synonymy."

(Autor: Erwin Rennwald)

5.5. Typenmaterial

Synonym Phyllonorycter acericorsica: Nel & Varenne (2015: 162): « HOLOTYPE mâle : Haute-Corse, Santa-Lucia-di-Mercurio, 6 juillet 2013, uv, 770 m, Th. Varenne leg., prép. gen. JN n° 26972, collection Th. Varenne à Nice.

PARATYPE : 1 mâle, Haute-Corse, Ghisoni, 22 septembre 2014, uv, 220 m, Th. Varenne leg., prép. gen. JN n° 28767, collection Th. Varenne à Nice. »

5.6. Literatur