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LebendfotosFalterBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)TaxonomieFaunistikTypenmaterialLiteratur

2. Biologie

2.1. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Genista berberidea (Spanischer Drüsenginster)

Nunes et al. (2026: 141) berichten: "The larva develops an upperside leafmine on Genista berberidea (Fig. 2B). Leafmines have been recorded from February to May and in October, and adults from March to May and in October. The frass accumulates toward the tip of the leaf, while the adult moth emerges from the base side". Genista berberidea ist dabei ein Endemit im Nordwesten der Iberischen Halbinsel, ist also außer im Norden Portugals sonst nur noch im regenreichen Nordwesten Spaniens (Galizien) zu finden.

Die Raupen waren teilweise parasitiert - auch der Parasitoid musste als neue Art beschrieben werden: Achrysocharoides genistae Hansson, 2026.

(Autor: Erwin Rennwald)

3. Weitere Informationen

3.1. Etymologie (Namenserklärung)

Die Art wurde nach der Nahrungspflanze ihrer Raupe - Genista berberidea - benannt - sie hat nichts mit Berberitzen (Berberis spp.) zu tun.

3.2. Taxonomie

Eine ganze Reihe nahe verwandter Phyllonorycter-Arten lebt an Ginster-Arten, wobei die meisten Phyllonorycter-Arten nur von einer einzigen Pflanzenart bekannt sind, also wahrscheinlich monophag leben. Auf der Suche nach neuen Arten könnte man also alle 31 Genista-Arten Europas nach Minen absuchen und versuchen, die Raupen zum Falter zu züchten. Genau das haben Nunes et al.. (2026) mit Genista berberidea, einem seltenen Endemiten im Nordwesten der Iberischen Halbinsel, probiert. Und mit Erfolg. Sie fanden nicht nur unterseitige Blattminen an dieser Pflanze, sondern es gelang ihnen auch, den Falter aus den Raupen zu züchten. Und - wie erwartet - passten die Genitalien der Art zu keiner bisher beschriebenen Art.

3.3. Faunistik

Locus typicus ist Portugal, Porto, Valongo. Die Art ist bisher nur von dort bekannt. An einer weiteren Fundstelle von Genista berberidea gelang kein Minenfund - in Nordwest-Spanien wurde noch nicht systematisch nach Minen an diesem Ginster gesucht.

3.4. Typenmaterial

Nunes et al. (2026: 141) informieren: Holotype ♂, Portugal, Porto, Valongo, 29T NF4356, 41.1564N, 8.4825W, 52 m, 30.iii.2025, João Nunes [leg.], leafmines on Genista berberidea, deposited in MHNC-UP, MHNCUP-ART-43660. Paratypes, in total 6♂, 3♀, all same locality, collector, and hostplant as holotype [...]". Die Minen wurden 2024 und 2025 gefunden.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.5. Literatur