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Falter
Kopula
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Lebensweise
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Kopula

1.3. Raupe

1.4. Fraßspuren und Befallsbild

1.5. Puppe

Detailansichten unter "Lebensweise" (Biologie).

2. Diagnose

2.1. Weibchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

Darin angekündigte Abbildung

3. Biologie

Phtheochroa pulvillana beginnt um den 10. Mai herum in einer Generation zu fliegen. Sie ist dabei an allerlei Standorten mit ihrer Nahrungspflanze, dem wilden Spargel (Asparagus officinalis), verbreitet. Man kann an günstigen Abenden mehrere Falter in ihrem Habitat beobachten. [Friedmar Graf]

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Asparagaceae:] Asparagus officinalis (Spargel)

Nach übereinstimmenden Angaben in der Literatur (z. B. Schütze (1931), Razowski (2001), Wegner (2015)) lebt die Raupe an Wurzeln und Trieben von Asparagus officinalis (Spargel). In Nordwestsachsen wurde sie mehrfach in recht dicken Stängeln von Asparagus officinalis gefunden, wobei jeweils nur ein Stängel einer Pflanze mit zahlreichen (ca. 20) Raupen besetzt ist (Heidrun Melzer).

(Autoren: Heidrun Melzer & Erwin Rennwald)

3.3. Lebensweise

Die Raupen überwintern gesellig im Spargelstängel und verpuppen sich darin im Frühjahr ohne erneute Nahrungsaufnahme. Aufgeschnittener Spargelstängel mit Puppenkokon (sehr zähes und dichtes Gespinst, an dem außen noch die Kotkrümel anhaften):

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Deutschland

Als Typenfundort der Art gilt Frankfurt a. d. Oder (Brandenburg).

Die oben bebilderten aktuellen Nachweise stammen aus Ost- und Westsachsen sowie Brandenburg.

A. Werno führt in seiner Verbreitungskarte aus dem Saarland ( [http://www.spiderling.de/saar_lepi_online/Verbreitungskarten.htm] ) einen Einzelfund aus dem Jahr 1960 an.

Der Spargelwickler wird in der Roten Liste von Bayern in Kategorie 0 (ausgestorben oder verschollen) geführt (Pröse et al. 2003).

Österreich

Huemer & Rabitsch (2002) diskutieren den Spargelwickler bei den Neozoen, schränken aber ein: "Herkunft und Art der Ausbreitung unsicher". Als Herkunftsgebiet wird "Südosteuropa?" genannt, als Bundesländer mit Nachweisen Burgenland und Niederösterreich.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den detaillierten Datierungs-Angaben von Heppner (1982).

4.4. Literatur

  • Heppner, J. B. (1982): Dates of selected Lepidoptera literature for the western hemisphere fauna. — Journal of the Lepidopterologists' Society 36 (2): 87-111.
  • Erstbeschreibung: Herrich-Schäffer, G. A. W. (1847-1855) ["1849"]: Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, zugleich als Text, Revision und Supplement zu Jakob Hübner's Sammlung europäischer Schmetterlinge. Vierter Band. Die Zünsler und Wickler: 1-288, Index 1-48, pls. 1-23 (Pyralidides), pl. 1-59 (Tortricides). Regensburg (G. J. Manz).
  • Huemer, P. & W. Rabitsch (2002): 6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera). - 354-362. In: Essl, F. & & W. Rabitsch (2002): Neobiota in Österreich. - 432 S.; Umweltbundesamt, Wien.
  • Pröse, H., Segerer, S. & H. Kolbeck (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Kleinschmetterlinge (Lepidoptera: Microlepidoptera) Bayerns. — S. 234-268. In: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Tiere Bayerns. — Schriftenreihe Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Heft 166. 384 S., Augsburg. [Hinweis: Im Heft steht als Erscheinungsjahr "2003" - tatsächlich wurde es aber erst am 2. April 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt] [PDF auf lfu.bayern.de].
  • [SCHÜTZE (1931): 45]
  • Wegner, H. (2015): Ein Beitrag zur Wickler-Fauna in Nordost-Niedersachsen und in Schleswig-Holstein (Lep., Tortricidae). — Melanargia, 27 (4): 137-154. [PDF auf zobodat.at]