

+13Kontinente:EUAS1. Lebendfotos
1.1. Falter
2. Diagnose
2.1. Männchen
2.2. Geschlecht nicht bestimmt
2.3. Erstbeschreibung
3. Biologie
3.1. Habitat
3.2. Nahrung der Raupe
- [Fabaceae:] Alhagi maurorum [= Alhagi pseudoalhagi, Alhagi camelorum] (Alhagistrauch, Mannastrauch)
Christoph (1867: 244-245) berichtete aus Russland: "Die Raupe zeigt sich, sobald ihre einzige Futterpflanze, Alhagi camelorum, nur einigermassen hervorgewachsen ist. Diese Erstlinge stammen jedenfalls aus im Herbst abgelegten Eiern, denn die ersten Schmetterlinge fange ich nicht vor Anfang Juni, also fast zu gleicher Zeit mit nicht mehr ganz jungen Raupen. Man kann die Raupen von da an zu jeder Zeit bis Mitte September, wann die Pflanze abstirbt, finden. Sie hat bestimmt zwei, möglicherweise sogar drei Generationen, die aber so in einander übergehen, dass man für keine Generation eine bestimmte Zeit angeben kann. Die Raupe ist sehr schlank und hat einen spannerartigen Gang. Ausgewachsene Raupen sind 38mm. lang und an der dicksten Stelle des Leibes 3mm. dick. Sie hat zwölf Beine. Der Kopf ist gelbgrün, die Beine rothbraun. Ihre Farbe ist oben schön hellgrün. Ueber den Rücken ziehen sich viele, wenig bemerkbare, feine weissliche Längslinien. Vom fünften Segment bis zum Aftersegment befindet sich oben in der Mitte jeden Segmentes ein etwas erhabener weisser Fleck, aus leicht abreibbaren weissen Flocken bestehend. Die Seitenlinie ist dunkel rosenroth, nach unten weissgelb gesäumt. Von der rothen Seitenlinie zieht sich in schräger Richtung an beiden Bauchbeinen ein ebenso gefärbter Streif hinab. Oft sind diese Schrägstreifen allein roth, und ist dann die Seitenlinie nur gelb. Das erste Paar Bauchbeine fehlt ganz, das zweite ist nur rudimentär. Die beiden letzten Paare und die Nachschieber sind stark entwickelt. Die Bewegungen der Raupe sind sehr schnell."
(Autor: Erwin Rennwald)
4. Weitere Informationen
4.1. Etymologie (Namenserklärung)
„albus weiß, dentarius gezähnt; wegen der langen weißlichen Wimpern an den Fühlern des ♂.“
4.2. Andere Kombinationen
- Acidalia albidentaria Freyer, [1841] [Originalkombination gemäß Opinion 134 ICZN]
4.3. Verbreitung
In Europa nur östlich der Ukraine und auf den griechischen Ägäis-Inseln Rhodos, Kos und Samos nachgewiesen.
4.4. Publikationsjahr der Erstbeschreibung
Wir folgen den Ausführungen von Olivier (2000).
4.5. Literatur
- Christoph, H. (1867): Biologische Notizen über einige Schmetterlinge. — Entomologische Zeitung 28: 240-246. Stettin. [Digitalisat auf biodiversitylibrary.org]
- Erstbeschreibung: Freyer, C. F. [1839-1842] („1842“): Neuere Beiträge zur Schmetterlingskunde mit Abbildungen nach der Natur 4: 1-167, pl. 289-384. Augsburg (beim Verfasser).
- Hemming, F. (ed.) (1939): Opinion 134. On the method to be adopted in interpreting the Generic Names assigned by Freyer to species described in his Neuere Beiträge zur Schmetterlingskunde, 1833–1858. — Opinions and Declarations rendered by the International Commission on Zoological Nomenclature 2, Section A: 1-6. London.
- Olivier, A. (2000): Christian Friedrich Freyer's „Neuere Beiträge zur Schmetterlingskunde mit Abbildungen nach der Natur“: an analysis, with new data on its publication dates (Insecta, Lepidoptera). — Beiträge zur Entomologie 50 (2): 407-486. Berlin (Wiley-VCH) [PDF auf zobodat.at].

























