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1. Lebendfotos
1.1. Falter
1.1.1. Ssp. lucasammuti
1.1.2. Ssp. continentalis
2. Diagnose
2.1. Männchen
2.1.1. Ssp. lucasammuti
2.1.2. Ssp. continentalis
2.2. Weibchen
2.2.1. Ssp. lucasammuti
2.2.2. Ssp. continentalis
3. Weitere Informationen
3.1. Etymologie (Namenserklärung)
Als Lepidopterologe kennt man Paul Sammut durch seine Arbeiten aus Malta, aber Luca Sammut ? Doch, die Spur ist richtig, und Yela et al. (2025: 44) erklären uns: "The new species is dedicated to Luca sammut, grandson of our friend and renowned lepidopterist, Paul Sammut (Rabat. Malta), explorer of the Lepidoptera fauna of Malta."
3.2. Taxonomie und Faunistik
Yela et al. (2025) zerlegen das, was bis dahin unter dem Artnamen "Parascotia nisseni" lief in eine "nisseni group" mit 4 Arten, von denen eine in zwei Unterarten unterteilt wird. Die Taxa unterscheiden sich (teilweise nur gering) genitalmorphologisch und im Barcode.
Die Taxa haben ihre eigenen Areale, so dass auch Fotos mit Fundort zugeordnet werden können: P. nisseni wurde von Turati (1905) aus Algerien beschrieben; sie wurde auch in Tunesien gefunden - dazu kommen Tiere von Sizilien und dem Süden des italienischen Festlands. P. lucasammuti wurde von Sardinien beschrieben und kommt auch auf Korsika vor, seine ssp. continentalis ist in Südfrankreich weit verbreitet und kommt auch auf der Südseite der Pyrenäen in Nordost-Spanien vor. P. cirippa nimmt - bis auf den Rand zu den Pyrenäen, die gesamte Iberische Halbinsel ein, ist also in Spanien und Portugal weit verbreitet. Parascotia hermannhackeri ist auf Marokko beschränkt.
Typenlokalität der P. lucasammuti ist "Italy, Sardinia, Aritzo". Außer auf Sardinien wurde die nominotypische Unterart auch auf Korsika gefunden. Weiter verbreitet ist die von St.-Tropez beschriebene ssp. continentalis. Sie ist von den Tieflagen der Hautes-Alpes (maximal 590 m) und Alpes-Maritimes ostwärts durch ganz Südfrankreich bis zu den Pyrenäen verbreitet, die sie im Osten auch noch bis nach Spanien überschreitet (Huesca, Port Bou, Reses in der Provinz Gerona).
Im Barcode (BIN BOLD:AEF5729) unterscheidet sich P. lucasammuti um 3,3 % von P. nisseni aus Tunesien, 3,1 % von P. cirippa aus Spanien und ebenfalls 3,1 % von P. hermannhackeri aus Marokko.
3.3. Typenmaterial
Yela et al. (2025: 43-44) teilten mit: "Holotype. Male, Italy, Sardinia, Aritzo, 26.VI., coll Schawerda, slide No.: RL13239m (coll. NHMW)." Dazu kommen für die nominotypische Unterart 29 Paratypen aus Sardinien und 13 Paratypen aus Korsika. Von der ssp. continentalis heißt es zum Holotypus: "Holotype. Male. France, St-Tropez, Var. 19.V.1947, leg. C. Herbulot, slide No. RL13643m (coll. J. Plante, MHNG)." Für diese Unterart kommen 62 Paratypen aus Südfrankreich und 5 Paratypen aus Nordostspanien hinzu.
(Autor: Erwin Rennwald)
3.4. Literatur
- Turati, E. (1905): Alcune nuove forme di Lepidotteri. — Il Naturalista Siciliano 18 (2-3): 25-48 + pl. I-IX.
- Erstbeschreibung: Yela, J.L., Ortiz, A.S., Ronkay, G. & L. Ronkay (2025): Contributions to the Fauna Ibérica: Noctuoidea project, Part 2. New species from the Parascotia nisseni Turati, 1905 species group (Erebidae, Boletobiinae). — p. 37-57. In: Fibigeriana Supplement. Book series of Taxonomy and Faunistics. Volume 5: 266 pp.; (Heterocera Press) Budapest.



























