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Falter
Männchen
Weibchen
Genitalien ♂
Genitalien ♀
Habitat
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Taxonomie und FaunistikTypenmaterialLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.3.2. Weibchen

3. Biologie

3.1. Habitat

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Was hat das Zirpen einer Grille mit Parascotia cirippa zu tun ? Yela et al. (2025: 47) erklären uns: "The word "cirip" means the signal of the crickets in Hungarian, a signal for the attention of the other specimens. This word was often used between us for attracting the attention for unexpected situations like the surprising diversification of the genus Parascotia. Finally, we decided to name this, first recognised "non-nisseni species after this signal." Und, hat es klick - pardon "cirip" - gemacht ?

4.2. Taxonomie und Faunistik

Yela et al. (2025) zerlegen das, was bis dahin unter dem Artnamen "Parascotia nisseni" lief in eine "nisseni group" mit 4 Arten, von denen eine in zwei Unterarten unterteilt wird. Die Taxa unterscheiden sich (teilweise nur gering) genitalmorphologisch und im Barcode.

Die Taxa haben ihre eigenen Areale, so dass auch Fotos mit Fundort zugeordnet werden können: P. nisseni wurde von Turati (1905) aus Algerien beschrieben; sie wurde auch in Tunesien gefunden - dazu kommen Tiere von Sizilien und dem Süden des italienischen Festlands. P. lucasammuti wurde von Sardinien beschrieben und kommt auch auf Korsika vor, seine ssp. continentalis ist in Südfrankreich weit verbreitet und kommt auch auf der Südseite der Pyrenäen in Nordost-Spanien vor. P. cirippa nimmt - bis auf den Rand zu den Pyrenäen, die gesamte Iberische Halbinsel ein, ist also in Spanien und Portugal weit verbreitet. Parascotia hermannhackeri ist auf Marokko beschränkt.

Typenlokalität der P. cirippa ist "Sta. Ma La Real, 7, San Bernardo-Toledo". Im Barcode unterscheidet sich P. cirippa um 3,0 % von P. nisseni aus Tunesien, 3,1 % von P. lucasammuti aber nur 2,3 % von P. hermannhackeri aus Marokko. Da zu letzterer auch die Genitalunterschiede gering sind, hatten die Autoren überlegt, das Taxon hermannhackeri als Supspecies zu P. cirippa zu stellen, letzten Endes war es aber der "große" Barcode-Unterschied, der sie veranlasste, das Taxon doch auf Artebene zu beschreiben.

4.3. Typenmaterial

Yela et al. (2025: 45) teilten mit: "Holotype. Male, c/ Sta. Ma La Real, 7, San Bernardo-Toledo, Spain - 30SVK01, leg. J.L. Yela, 21-V-2022, slide No. JLY90.1893, BOLD-ID:IBLAO2997-23 (coll. JLY-UCLM)." Hinzu kommen 52 Paratypen, die sich über ganz Spanien verteilen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

  • Turati, E. (1905): Alcune nuove forme di Lepidotteri. — Il Naturalista Siciliano 18 (2-3): 25-48 + pl. I-IX.
  • Erstbeschreibung: Yela, J.L., Ortiz, A.S., Ronkay, G. & L. Ronkay (2025): Contributions to the Fauna Ibérica: Noctuoidea project, Part 2. New species from the Parascotia nisseni Turati, 1905 species group (Erebidae, Boletobiinae). — p. 37-57. In: Fibigeriana Supplement. Book series of Taxonomy and Faunistics. Volume 5: 266 pp.; (Heterocera Press) Budapest.