Vorkommen
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Falter
Diagnose
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Autorschaft
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Weibchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Erstbeschreibung

3. Weitere Informationen

3.1. Andere Kombinationen

3.2. Autorschaft

Die Autorschaft wurde im 19. Jahrhundert durchgehend Zeller zugesprochen. Heute teilweise immer noch Zeller (1844) (so z.B. Arenberger 2002), vielfach (so bei Karsholt & Razowski 1996, Gielis 1996 und in der Fauna Europaea) aber Stainton (1851).

Bei Döring (1844) ist kurz und knapp zu lesen: "1652. Ericetorum Zeller: Bei Glogau im Juli an einer Stelle im Birkenwald auf Heide h[äufig]. Zl."

Eine Beschreibung fehlt ebenso wie eine Abbildung oder ein Verweis auf eine solche an anderer Stelle. Von daher kann Arenberger (2002) nicht gefolgt werden, der genau in diesen zwei Zeilen eine Erstbeschreibung sieht. Was Zeller gemeint hatte, wird aus der detaillierteren Beschreibung 8 Jahre später durch Zeller (1852: 22-23) deutlich. Die Wahl eines Lectotypus aus der Zeller-Sammlung durch Arenberger (2002) ist damit zwar nachvollziehbar, aber ungerechtfertigt. Das Problem: Die Art war zwischenzeitlich durch Stainton (1851) gültig beschrieben worden.

Die Beschreibung durch Stainton (1851: 28) fällt recht knapp aus und bleibt ebenfalls ohne Abbildung, aber sie genügt den Formalien einer Erstbeschreibung: "Pterophorus ericetorum, Z. in litt. Very closely allied to pilosellae, but the first fascia on the first lobe of the anterior wings is more obliquely placed, and the space between the two fasciae is darker." Zeller (1852: 23) war mit dieser Beschreibung - obwohl sie durch das "Z. in litt." ja ihm zugesprochen wurde - nicht sehr glücklich und merkte an: "Stainton schweigt über die charakteristische Beschaffenheit derdritten Feder. Ich bin daher über seine Arbeit nicht ganz sicher, wenn es mir auch wahrscheinlich ist, dass Mann ihm die richtige Art, die ich in vielen Exemplaren nach Wien schickte, mitgetheilt haben werde." Dass Stainton die richtige Art meinte wird daraus deutlich, dass ihm offensichtlich - via Joseph Mann (Wien) - zwei Exemplare von Zeller vorlagen, die jetzt als Syntypen mit Etikett "Stainton Coll., Brit. Mus. 1893-134" und Pterophorus ericetorum Z. teste Stainton" im BMNH lagern. Der Lectotypus zur Art muss also aus einem dieser beiden - leider abdomenlosen - Exemplare "27" oder "122" ausgewählt werden. Locus typicus bleibt in allen Fällen Glogów (Glogau) in Polen.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.3. Literatur