f. sicula
Vorkommen
Länder:+6Kontinente:EUAS
Falter
Männchen
Weibchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Diagnose

Mythimna sicula (Treitschke, 1835) (Falter mit der graseulentypischen Längszeichnung) und Mythimna scirpi (Duponchel, 1836) (Falter einfarbig mit punktierten Querlinien) galten in der Vergangenheit als zwei getrennte Arten, bis sie Mitte des 20. Jahrhunderts "zusammengelegt" und als unterschiedliche Formen einer einzigen, variablen Art aufgefaßt wurden (Boursin 1964, Hartig & Heinicke 1973, Heinicke & Naumann 1980-1982 u.a.). Diese Art heißt Mythimna sicula, weil das der älteste verfügbare Name ist. In den 80er und 90er Jahren haben einige Autoren aufgrund angeblicher Unterschiede im Genital, die Berio (1985) gefunden zu haben glaubte, wieder die Aufteilung in zwei Arten praktiziert (Hacker 1989, Fibiger & Hacker 1991, Nowacki & Fibiger in Karsholt & Razowski 1996 [so auch hier in der Bestimmungshilfe]) und wir haben uns in der Baden-Württemberg-Fauna danach gerichtet (Bd. 7; Steiner & Ebert in Ebert 1998). Inzwischen rückten Hacker und Fibiger wieder von dieser Ansicht ab, weil es zwischen den von Berio abgebildeten Genitalien alle möglichen Übergänge und Abstufungen gibt, und sicula und scirpi werden erneut als eine Art betrachtet (Hacker, Ronkay & Hreblay 2002, [http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de] u.a.). Die längsgestreiften Formen kann man als M. sicula Form sicula bezeichnen, die einfarbigen als M. sicula Form scirpi.

Da die beiden Formen etwas unterschiedlich verbreitet sind (in manchen Gebieten kommt nur eine davon vor), da eine Reihe von regionalen Taxa beschrieben wurden (belgiensis, bavarica, montium, dactylidis, albivena u.a.), die das Bild zusätzlich verwässern, und da die Entwicklungsstadien noch nicht genügend bekannt sind, sind weitergehende Untersuchungen (z.B. DNS-Taxonomie) auf jeden Fall wünschenswert.

(Text: Axel Steiner)

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

(siculus sizilisch).

Spuler 1 (1908: 224R)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Unterarten

4.5. Faunistik

Gaedike & Heinicke (1999) melden M. sicula f. scirpi für Deutschland aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland. Wegen der Abgrenzungsproblematik gegenüber f. scirpi müssen hier Fragen offen bleiben.

Nach SwissLepTeam (2010) gehören alle Vorkommen aus dem Artenkomplex von M. sicula in der Schweiz zu Mythimna sicula f. scirpi. Mythimna sicula im engeren Sinne (also f. sicula) fehlt in der Schweiz.

4.6. Literatur