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Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Weibchen
Genitalien ♂
Erstbeschreibung
Habitat
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenSynonymeUnterartenFaunistikPublikationsjahr der ErstbeschreibungLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Ausgewachsene Raupe

1.3. Jüngere Raupenstadien

1.4. Puppe

1.5. Ei

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

(Solier).

Spuler 1 (1908: 190L)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Unterarten

4.5. Faunistik

Huemer (2013) schließt ein Vorkommen der Art in Österreich aus: "Die Herkunft des einzigen Exemplares aus Osttirol (Lienz) ist zweifelhaft, umso mehr als von dieser mediterranen Art keine Migrationen dokumentiert sind. Vermutlich handelt es sich daher um ein verschlepptes Exemplar (Huemer, 2007a)."

Steiner in Gaedike et al. (2017: 292) vermerkt zu Deutschland: "Aus D ist ein Fall von Einschleppung (Raupe an Litschifrüchten; BW, Großraum Karlsruhe) bekannt geworden (Steiner 1996). Es liegt aber auch ein Freilandfund vor: Im Oktober 1995 wurden in BW, Südschwarzwald, bei Kollnau sechs Noctuideneier an Hornklee eingetragen, aus denen zwei Falter von Mniotype solieri gezüchtet wurden (keg. Schneider; Steiner 1997. Nachdem die Art 2010 in M. solieri und M occidentalis aufgespalten wurde, sollte eine Nachbestimmung dieser Belege erfolgen." Vor diesem Hintergrund wird die Art hier nicht mit Einzelnachweis-Symbol, sondern mit Fragezeichen für Deutschland geführt. Dies könnte sich aber ändern, denn in Frankreich scheint sich die Art in den Norden vorzuschieben; im südlichen Elsass (Cernay und Saint-Louis) wurde die Art von 2023 bis 2025 jährlich nachgewiesen und vom 27. September 2025 gibt es auf der Artseite auf https://oreina.org/artemisiae auch einen ersten Nachweis von Brumath im nördlichen Elsass (Lichtfang Thomas Lux).

Weiter im Westen reichen die Funde der letzten Jahre noch weiter nördlich. So teilte Chris Steeman (e-Mail 26. Dezember 2025) zu Belgien mit: "Currently, there are about 10 confirmed observations of this species." Die Art scheint dort, wenn die Determination der Tiere gestimmt hat, schon ganz lokal (alle Angaben aus den Jahren 2024 und 2025 stammen aus dem Nordwesten von Gent (!)) - in Etablierung begriffen zu sein.

Zumindest im Westen Deutschlands sollte man mit dieser Art rechnen - sonst kann sie leicht als Apamea sp. oder anderes durchgehen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.6. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Boisduvals „Errata et addenda“ betreffen auf den Seiten 1-2 seine „Monographie des Zygénides“, welche laut ihres Titelblatts 1829 erschienen ist, und auf den Seiten 2-8 seinen „Index methodicus“ von 1828. Somit sind die Errata et addenda frühestens auf 1829 zu datieren. Die zeitnahe Erscheinung im Jahr 1829 ist wahrscheinlich. Eine Evidenz gegen eine spätere Publikation als 1829 ist mir noch nicht bekannt.

(Autor: Jürgen Rodeland)

4.7. Literatur

  • Erstbeschreibung: [Boisduval, J. A.] [1829]: Errata et addenda: 1-8. [Paris] (Plassan et Cie).
  • Huemer, P. (2013): Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. – 304 S. (Studiohefte 12); Innsbruck (Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.).