Vorkommen
Länder:+23Kontinente:EUAS
Falter
Raupe
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Befallsbild
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

2. Diagnose

2.1. Weibchen

Hinweis: Ein bis zum 13. Januar 2020 gezeigter [Beleg] wurde zu Gelechia senticetella verschoben [Forum].

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Befallsbild

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Ulex europaeus (Europäischer Stechginster)
  • [Fabaceae:] Cytisus scoparius [= Sarothamnus scoparius, Spartium scoparium] (Besenginster)
  • [Fabaceae:] Cytisus nigricans [= Lembotropis nigricans] (Schwarzwerdender Geißklee, Schwärzender Geißklee)
  • [Fabaceae:] Lupinus arboreus (Kalifornische Baumlupine)
  • [Fabaceae:] Genista germanica ? (Deutscher Ginster ?)
  • [Fabaceae:] Calicotome spinosa ? [= Calycotome spinosa ?] (Stacheliger Dornginster ?)
  • [Orobanchaceae:] Nothobartsia aspera ??? [= Bartsia aspera ???]

Stainton (1865: 97) hilft bei der Raupensuche: "Wenn man im April die Blüthen des Ulex Europaeus und des Besenstrauchs (Spartium scoparium) untersucht, so wird man wahrscheinlich an mancher ein kleines, rundes Loch, und zwar gewöhnlich im hintersten Kronenblatt, entdecken. Findet man dann bei der Oeffnung ein schwarzköpfiges, schmutzig grünes Räupchen, so hat man das der Gelechia Mulinella vor sich." Der Besenginster als Raupennahrung wurde seither noch öfters bestätigt, auch durch Melder im Lepiforum (s.o.).

Schütze (1931) berichtet: "Raupe Mai bis Juni [...] In Blüten beziehungsweise Blütenknospen von Sarothamnus, Genista germanica, Ulex; die bewohnten Knospen zeigen ein kleines, rundes Bohrloch." Eine Quelle für Genista germanica fügt er leider nicht an, aber die Angabe scheint auf Sorhagen (1886: 187) zurückzugehen.

Pitkin (1984) und Huemer & Karsholt (1999) führen Cytisus nigricans als weitere Raupennahrungspflanze an und nennen als Quelle dafür Hartig (1964: 27). An der angegebenen Literaturstelle meldet Hartig “bruchi sul Cytisus nigricans”, also Raupen an C. nigricans. Noch nicht überprüfen konnte ich ihre Angabe zu Calicotome spinosa, die auf Lhomme (1946-1948: 593) zureckgehen soll.

Relativ gut belegt zu sein scheint hingegen die Angabe zu Lupinus arboreus, zu dem Pitkin (1984: 45) schreibt: "Specimens of mulinella have also been bred by Langmaid (pers. comm.) from Lupinus arboreus Sims in Great Britain, Hampshire." Überraschenderweise fressen die Raupen hier - phänologisch bedingt - an Blättern und nicht an den Blüten.

Völlig aus dem Rahmen fällt die Angabe von Zerkowitz (1946: 133) aus Portugal: "Foodplant: Bartsia aspera." Nähere Angaben zum angeblichen Fund werden nicht gemacht. Nothobartsia aspera gehört in die Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae), also einen völlig anderen Verwandtschaftskreis. Die Angabe ist sehr wenig glaubhaft.

(Autor: Erwin Rennwald, mit kleiner Ergänzung von Jürgen Rodeland)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur