

+35Kontinente:EUAS1. Lebendfotos
1.1. Falter
2. Diagnose
Nach äusseren Merkmalen von Merrifieldia tridactyla manchmal nicht unterscheidbar. Frische Tiere lassen sich durch die Anordnung der dunklen Schuppen an der Basis der Fühleroberseiten bestimmen: dunkle Linie bei M. leucodactyla, dunkel und hell geringelt bei M. tridactyla. Die Abbildung bei Gielis 1996: p. 105 ist vertauscht. Die Genitalstrukturen erlauben in beiden Geschlechtern auch bei abgeflogenen Exemplaren eine einwandfreie Artunterscheidung.
(Text: Rudolf Bryner)
2.1. Männchen
2.2. Weibchen
2.3. Fühlerdetail
2.4. Genitalien
2.4.1. Männchen
Anmerkung zur Bestimmung männlicher Falter: M. leucodactyla hat an der linken Valve einen sehr langen, mehr oder weniger gebogenen Fortsatz. Dieser ist auch zu erkennen, wenn man das Hinterteil sehr vorsichtig abpinselt. Der Fortsatz befindet sich dann zwischen den beiden Valven. (Uwe Büchner) [Beispiel]
2.4.2. Weibchen
3. Biologie
3.1. Nahrung der Raupe
- [Lamiaceae:] Thymus pulegioides (Arznei-Thymian)
- [Lamiaceae:] Thymus praecox ssp. britannicus [= Thymus drucei] (Frühblühender Thymian)
- [Lamiaceae:] Thymus serpyllum ? (Sand-Thymian ?)
- [Lamiaceae:] Thymus sp. (Thymian)
- [Lamiaceae:] Origanum vulgare ? (Gewöhnlicher Dost, Echter Dost ?)
Die Raupe dieser Art wird offensichtlich nur sehr selten gefunden. Entsprechend wenig ist über ihre Freiland-Raupennahrung bekannt. Gielis (1996: 106) listete auf: "The hostplants are Thymus serpyllum L. (Hannemann, 1977b; Buszko, 1986; Bigot et al., 1990; Arenberger & Jaksic, 1991), T. pulegioides L. (Buszko, 1986), T. drucei Ronninger (Emmet, 1979), Pulmonaria officinalis L. (Mitterberger, 1912; Hannemann, 1977b) and Origanum vulgare L. (Hannemann, 1977b). [...] The larva feeds from autumn, overwinters and feeds again in spring. The whole life cycle is spent on the plant." - Schon damit wird völlig klar, dass Pulmonaria officinalis als grob falsch aus dieser Liste ausscheidet, denn von ihr ist im Herbst und Winter oberirdisch nichts vorhanden. Abgesichert sind hingegen Thymus pulegioides und Thymus praecox subsp. britannicus. Wahrscheinlich werden noch weitere Thymian-Arten genutzt. Ob unter "Thymus serpyllum" tatsächlich der Sand-Thymian gemeint war, lässt sich wohl nicht mehr klären. Origanum vulgare dürfte als "Futterpflanze" zu verstehen sein. Über Freiland-Raupenfunde scheint hier nichts bekannt zu sein. Wenn überhaupt, dann wird diese Pflanze nur ausnahmsweise genutzt.
(Autor: Erwin Rennwald)
4. Weitere Informationen
4.1. Andere Kombinationen
- Alucita leucodactyla Denis & Schiffermüller, 1775 [Originalkombination]
4.2. Synonyme
- Alucita leucodactyla Hübner, [1805]
- Alucita theiodactyla Hübner, [1825]
- Aciptilia wernickei Wocke, 1898
- Alucita fitzi Rebel, 1912
- Alucita dryogramma Meyrick, 1930
4.3. Literatur
- Erstbeschreibung: [Denis, M. & J. I. Schiffermüller] (1775): Ankündung eines systematischen Werkes von den Schmetterlingen der Wienergegend herausgegeben von einigen Lehrern am k. k. Theresianum. 1-323, pl. I a+b, Frontispiz. Wien (Augustin Bernardi). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [146].
- Gielis, C. (1996): Pterophoridae. — In: Huemer, P., Karsholt, O. & L. Lyneborg [ed.] (1996): Microlepidoptera of Europe 1: 1-222. Stenstrup (Apollo Books).


























































