

+3Kontinente:AS2. Diagnose
2.1. Weibchen
2.2. Erstbeschreibung
3. Weitere Informationen
3.1. Andere Kombinationen
- Polyommatus sarthus Staudinger, 1886 [Originalkombination]
- Hyrcanana sarthus (Staudinger, 1886)
3.2. Abweichende Schreibweisen
- Lycaena sartha (Staudinger, 1886)
- Hyrcanana sartha (Staudinger, 1886) [so bei Lukhtanov et al. (2025)]
3.3. Unterarten
- Lycaena sarthus hofmanni (ten Hagen, 2006)
3.4. Taxonomie
Es ist wieder einmal die Frage: "Splitter oder Lumper". So heißt die Art entweder Hyrcanana sarthus oder Lycaena sarthus - und beides auch mit den abweichenden Schreibweisen Hyrcanana sartha und Lycaena sartha
Die Ausgangslage für diese Gattungsgliederung wird von Lukhtanov et al. (2025: 643) klar formuliert: "Some taxonomists attempted to lump most Lycaeninae species into the giant genus Lycaena, which included most of the taxa of both the Old and New Worlds (Pelham 2008). Other taxonomists (Eliot 1973; Zhdanko 1995) recognised a large number of smaller genera without investigating the true relationships between them. Both approaches are uninformative, since they ignore the true phylogenetic relationships between species and supraspecific groups." Dem ist komplett zuzustimmen. Nachdem sie die Monophylie der Gruppe mit ihren 9 Gattungen bestätigt haben, verbleibt die Frage, ob das unbedingt Gattungen sein müssen - oder einfacher Untergattungen einer weit gefassten Gattung. Die Autoren versuchen mit dem Entstehungsalter dieser Gruppen zu argumentieren, doch auch das bleibt subjektiv. Die Frage, was Gattungen und was Untergattungen sind, lässt sich einfach nicht objektiv beantworten. Die Gliederung in diese 9 Gattungen ist genauso berechtigt wie die Zusammenfassung in einer einzigen Gattung Lycaena, die wir präferieren.
Doch auch wenn man die Gattung Lycaena weit fasst, gibt die Arbeit von Lukhtanov et al. (2025: 643) zu denken. Genetisch gesehen gibt es dort zwei Blöcke mit den Gattungen Lycaena, Helleia (nur mit H. helle) und Tharsalea (mit T. arota) zum einen und allen anderen Gattungen (Iophanus, Epidemia, Hermelycaena, Hyrcanana, Phoenicurusia und Chalceria) zum anderen. Wer hier die Gattung "Athamanthia" vermisst, dem sei gesagt, dass die entsprechenden Arten jetzt zu Phoenicurusia gehören, da es nach den genetischen Studien von Lukhtanov et al. (2025) es ohne diesen Schritt keine Monophylie gäbe. Bei ihnen kommt es daher zur Neukombination Phoenicurusia phoenicurus. Im Lepiforum bleiben die dort 9 Gattungen in der weit gefassten Gattung Lycaena vereinigt, jene Gliederung ist aber gut begründet, so dass die Taxa als Untergattungen geführt werden könnten. Riesig - wie Lukhtanov et al. (2025: 643) meinen, ist diese Gattung mit weit weniger als hundert Arten damit keineswegs.
(Autor: Erwin Rennwald)
3.5. Literatur
- ten Hagen, W. (2006): Hyrcanana sartha (Staudinger, 1886) in Zentraliran: hofmanni ssp. n. (Lepidoptera: Lycaenidae, Lycaeninae). — Nachrichten des entomologischen Vereins Apollo, Neue Folge 27 (3): 109-114. [PDF auf zobodat.at]
- Lukhtanov, V.A., Nazari, V. Hagen, W. ten, Naderi, A., Gagarina, A.V. & A.V. Krupitsky (2025): Molecular Taxonomy and Biogeography of the Copper Butterfly Genus Phoenicurusia and Genus-Level Classification of the Subfamily Lycaeninae (Lepidoptera, Lycaenidae). — Zoologica Scripta, 54 (5): 628-648.
- Erstbeschreibung: Staudinger, O. (1886): Centralasiatische Lepidopteren. — Entomologische Zeitung 47: (4-6) 193-215, (7-9) 225-256. Stettin.








