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Falter
Raupe
Ei
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
LebendfotosDiagnoseBiologieLebensweise der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenFaunistikLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Ei

2. Diagnose

Der Falter der hier bis zum 3. Januar 2023 stand, war fehldeterminiert und wurde nach Lasiocampa terreni verschoben.

2.1. Weibchen

2.2. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Lebensweise der Raupe

Christoph (1867: 241) berichtet Erstaunliches: "Wohin er seine Eier absetzt und ob noch in demselben Jahre die Raupen auskommen, weiss ich nicht. In der zweiten Hälfte des April und in den ersten Maitagen finde ich, aber meist nur an ziemlich beschränkten Stellen der Steppe, oft sehr vereinzelt und selten, die jungen, höchstens halb erwachsenen Raupen. Sie sitzen gewöhnlich, wenn die Witterung nicht zu rauh und stürmisch ist, auf dem kahlen Erdboden, weniger findet man sie an Pflanzenstengeln aufgekrochen. Ihre erste Nahrung sind ausschliesslich junge, harte Steppengräser, später aber verschmähen sie diese Nahrung ganz, und ich konnte sie nur mit verschiedenen Leguminosen, hauptsächlich mit Astragalus onobrychis, erziehen. An den Orten jedoch, wo ich die Raupen finde, wachsen dergleichen Pflanzen, mit Ausnahme von Alhagi camelorum, nicht. In der Gefangeschaft nehmen die Raupen diese Pflanze nicht an, wohl weil es nicht möglich ist, sie auch nur kurze Zeit unverwelkt zu erhalten. Dennoch möchte ich glauben, dass sich die erwachsene Raupe von Alhagi nährt. Auf jeden Fall geben die eingefangenen Raupen keinen genügenden Aufschluss über ihr Leben in der Freiheit. Meine in einem dem Tageslichte zugänglichen Kasten befindlichen Raupen fressen zu jeder Tageszeit und entziehen sich, wie sie wohl könnten, bei Tage nicht der Beobachtung. In der Freiheit ist dies sicherlich anders, indem es mir nie gelungen ist, eine erwachsene Raupe zu finden. Auch von Frassspuren und Koth konnte ich an den Stellen, wo die jungen Raupen leben, zu dieser Zeit nie eine Spur entdecken. Die Raupe von B. trifolii ist nie an gleichen Stellen mit Eversmanni zu finden, hält sich aber bis zu ihrer Einspinnung frei auf ihren bekannten Futterpflanzen auf und ist sehr leicht zu finden. Demnach scheint die B. Eversmanni-Raupe den Tag über in den durch die Hitze und Trockenheit entstandenen, oft fusstiefen Erdspalten zu ruhen und Nachts hervorzukommen und zu fressen." L. eversmanni ist ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, zwischen Raupenfutterpflanzen im Labor und der Freiland-Raupennahrung zu unterscheiden.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„Eversmann.“

Spuler 1 (1908: 119R)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Faunistik

Hristova & Beshkov (2016: 572) schließen die bisher für Bulgarien genannte Art aus der bulgarischen Fauna aus.: “Soffner (1965) firstly reported this species for Bulgaria from Nesebar, later on Ganev (1984a) quoted this record. The single known locality of the species remains unconfirmed and misidentification is possible. Here it was excluded from the list of the Bulgarian fauna.”

4.4. Literatur

  • Christoph, H. (1867): Biologische Notizen über einige Schmetterlinge. — Entomologische Zeitung 28: 240-246. Stettin. [Digitalisat auf biodiversitylibrary.org]
  • Erstbeschreibung: Eversmann, E. (1843): Quædam lepidopterorum species novæ, in montibus Uralensibus et Altaicis habitantes, nunc descriptæ et depictæ. — Bulletin de la Société Impériale des Naturalistes de Moscou 16 (3): 535-555, pl. VII-X.
  • Hristova, H. O. & S. V. Beshkov (2016): Checklist of the Superfamilies Cossoidea, Thyridoidea, Drepanoidea, Lasiocampoidea, Bombycoidea and Noctuoidea: Notodontidae (Insecta: Lepidoptera) of Bulgaria, with Application of the IUCN Red List Criteria at National Level. — Acta zoologica bulgarica 68 (4): 569-576. [PDF auf acta-zoologica-bulgarica.eu]
  • Soffner, J. (1965): Lasiocampa eversmanni in Bulgarien (Lep., Lasiocampidae). — Entomologische Zeitschrift 75 (6): 70. Ex libris Jürgen Rodeland.