Vorkommen
Länder:+5Kontinente:EU
Männchen
Weibchen
Kopula
Eiablage
Raupe
Puppe
Männchen
Beschreibung von John Curtis
Männchen
Weibchen
Habitat
Inhalt

1. Männchen

2. Weibchen

3. Kopula

4. Eiablage

5. Raupe

6. Puppe

Anmerkung: Der Schlupf aus der Puppe 2-4 misslang. Bei Adelidae- und Incurvariidaezuchten steigt bei einmal geöffneten Gehäusen das Risiko eines missglückten Falterschlupfs rasch weit über 50% an. Manchmal gelingt es, die aufgeklappten Teile des Raupengehäuses wieder zu schliessen und mit etwas Leim zu verkleben. Damit erhöht sich die Chance, dass der Falter richtig schlüpft unwesentlich. Dies kommt daher, dass der Falter beim Schlupf, die Puppe durch drehende Hinterleibsbewegungen etwa zur Hälfte aus dem Gehäuse schiebt. Dann muss sich die Exuvie aber mit den Hinterleibsborsten in der engen Öffnung des Raupengehäuses unbedingt festklemmen. Nur so vermag der Falter die Puppenhülle zu sprengen und sich daraus hervor zu stemmen [Rudolf Bryner im Forum].

7. Diagnose

Incurvaria oehlmanniella hat kürzere, gerundetere Flügel, der Gegenfleck an der Costa ist in Richtung Apex verschoben, bei I. masculella ist er, falls vorhanden, jedoch in Richtung Flügelwurzel verschoben. [vgl. Helmut Kolbeck]

7.1. Männchen

7.2. Beschreibung von John Curtis

7.3. Genitalien

7.3.1. Männchen
7.3.2. Weibchen

8. Biologie

8.1. Habitat

8.2. Nahrung der Raupe

  • [Fagaceae:] Fagus sylvatica (Rotbuche)
  • [Fagaceae:] Castanea sativa (Edelkastanie)
  • [Fagaceae:] Quercus sp. (Eiche)
  • [Betulaceae:] Betula sp. (Birke)
  • [Betulaceae:] Carpinus betulus (Hainbuche)
  • [Betulaceae:] Corylus avellana (Gewöhnliche Hasel)
  • [Rosaceae:] Crataegus sp. (Weißdorn)
  • [Rosaceae:] Rosa sp. (Rose)
  • [Malvaceae:] Tilia cordata (Winter-Linde)
  • [Malvaceae:] Tilia platyphyllos (Sommer-Linde)
  • [Ericaceae:] Vaccinium myrtillus (Heidelbeere)

Schütze (1931) trug zur Raupe zusammen: "Minierend, in Blättern von Fagus, Quercus, Betula, Carpinus, Rosa. Der anfangs runde Sack wird später mit einem größeren, elliptischen vertauscht (Sorhagen). Der Falter braucht nicht selten zwei Jahre zur Entwicklung, dann überwintert einmal die erwachsene Raupe und einmal die Puppe (Stange)."

[bladmineerders.nl, abgefragt 30. April 2020] listet auf: "Carpinus betulus; Castanea sativa; Corylus avellana; Crataegus; Fagus sylvatica; Quercus; Rosa; Tilia cordata, platyphyllos; Vaccinium myrtillus."

Während in England dem Weißdorn (Crataegus sp.) große Bedeutung zukommt - worauf schon Stainton (1873: 65) hinwies -, scheint das auf dem europäischen Festland nicht der Fall zu sein. Insgesamt ist die Art recht polyphag.

Stainton (1873: 65) verriet auch bereits, dass die Raupe nur kurz in den Blättern dieser Laubgehölze miniert, bald aber in ihrem typischen Blattsack am Boden zu finden ist, wo sie sich von zerfallenden Blättern (Detritus) ernährt.

(Autor: Erwin Rennwald)

9. Weitere Informationen

9.1. Andere Kombinationen

9.2. Synonyme

9.3. Literatur

  • Curtis, J. (1823-1840): British Entomology; Being Illustrations and Descriptions of the Genera of Insects Found in Great Britain and Ireland: Containing Coloured Figures from Nature of the Most Rare and Beautiful Species, and in Many Instances of the Plants upon which they are Found. Vol. VI. Lepidoptera, Part II. — [Not paginated]. London (E. Ellis & Co.).
  • Erstbeschreibung: [Denis, M. & J. I. Schiffermüller] (1775): Ankündung eines systematischen Werkes von den Schmetterlingen der Wienergegend herausgegeben von einigen Lehrern am k. k. Theresianum. 1-323, pl. I a+b, Frontispiz. Wien (Augustin Bernardi). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [143].
  • [SCHÜTZE (1931): 214]
  • Stainton, H. T. (1873): The natural history of the Tineina 13: I-VIII, 1-377, pl. I-VIII. London (John van Voorst) – Paris (Deyrolle) – Berlin (E. S. Mittler und Sohn). — Digitalisat auf archive.org: [62-73], [pl. II fig. 1].