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Falter
Kopula
Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Erstbeschreibung
Habitat
Lebensweise
Prädatoren
LebendfotosDiagnoseBiologieWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenTaxonomieAutorschaft der ErstbeschreibungLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Kopula

1.3. Eiablage

1.4. Ausgewachsene Raupe

1.5. Jüngere Raupenstadien

1.6. Puppe

1.7. Ei

2. Diagnose

2.1. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Lebensweise

Diese Art kann in den ostdeutschen Heide-Sand-Gebieten (vor allem auf ehemaligen Truppenübungsplätzen) und Braunkohlentagebaufolgelandschaften noch regelmäßig angetroffen werden, wenn die entsprechenden Flächen nicht gerade an die „Stiftung Wald für Sachsen" verkauft werden, wie z. B. die Königsbrücker Heide.

In Thüringen ist die Art schon lange verschollen.

H. lycaon sitzt häufig auf sandigen Rohbodenstellen und ist dort vorzüglich getarnt. Das unten gezeigte Foto entstand kurz nachdem ein paar dicke Regentropfen gefallen waren. (Hartmuth Strutzberg)

3.3. Prädatoren

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„König von Arkadien, von Zeus in einen Wolf verwandelt.“

Spuler 1 (1908: 45R)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Taxonomie

Zhang et al. (2020: 23-24) ahnen, dass ihr Vorschlag, Hyponephele als Untergattung in Cercyonis zu integrieren, in Eurasien nicht gut ankommen wird. Und sie hatten Recht damit. Nahezu durchgängig wurde diese taxonomische Änderung komplett ignoriert - und Zhang et al. (2020: 17) lieferten ja auch die guten Gründe dafür: "In the genomic tree (Fig. 18), Hyponephele Muschamp, 1915 (type species Papilio lycaon Rottemburg, 1775) is sister to Cercyonis Scudder, 1875 (type species Papilio alope Fabricius, 1793, placed as a subspecies of Papilio pegala Fabricius, 1775), in agreement with previous findings (Peña et al. 2006). The tree reveals that the genetic divergence between Hyponephele and Cercyonis is smaller than that within Erebia Dalman, 1816 (type species Papilio ligea Linnaeus, 1758). The COI barcodes of H. lycaon and C. pegala differ by 7.9% (52 bp). We give Hyponephele a new status of a subgenus within Cercyonis. This change may not be welcomed by the Old World Lepidopterists who are used to the name Hyponephele applied to its many species, similar to how Argynnis is not welcomed in America to include Speyeria as its subgenus. However, this name change highlights the close relationship between the two subgenera (Hyponephele and Cercyonis) making Cercyonis a Holarctic genus, similar to Erebia Dalman, 1816 (type species Papilio ligea Linnaeus, 1758) in divergence and distribution. This is yet another step towards more internally consistent genus-level classification in butterflies."

Auf der Suche nach Autoren, die das Vorgehen von Zhang et al. (2020) akzeptieren, stieß ich nur auf eine Arbeit, die noch im peer-Review-Prozess steckte; Titel: "The genome sequence of the Dusky Meadow Brown, Cercyonis lycaon (Lepidoptera: Nymphalidae)". Chittaro et al. (2025) berichten hier über die Ergebnisse ihrer Vollgenom-Analyse eines Weibchens von "Cercyonis lycaon", im Text lassen sie aber wissen: "The generic classification is also debated, as historically C. lycaon had been classified as Hyponephele, which some authors consider a subgenus of Cercyonis (Zhang et al., 2020). Although we follow the NCBI taxonomy, given the reciprocal monophyly of Hyponephele and Cercyonis sensu stricto and the lack of precedent for using Cercyonis for Old World taxa, we favour the use of Hyponephele as genus to maintain taxonomic stability, at least until further evidence with a more extensive taxon sampling is gathered."

Cercyonis und Hyponephele sind 2 klar getrennte Einheiten - dass sie Schwestern zueiander sind, haben Genetiker aus Eurasien genauso festgestellt, wie die aus Nordamerika. Dafür, dass sie unter dem Dach einer einzigen Gattung vereinigt werden müssten, gibt es nur sehr schwache Argumente - nomenklatorische Stabilität ist hier ein sehr starkes Argument, auf dieses Zusammenwerfen zu verzichten. Papilio lycaon ist Typusart der Gattung Hyponephele, einer paläarktischen Gattung mit wohl mehr als 40 Arten.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Autorschaft der Erstbeschreibung

Wiemers & al. (2018) schreiben das Taxon Kühn (1774) zu. Wir folgen dieser Auffassung nicht, weil die Arbeit von Kühn (1774) nicht binominal und somit für die Nomenklatur nicht verfügbar ist, siehe Digitalisat der Universitätsbibliothek Bielefeld: [21], [pl. II].

(Autor: Jürgen Rodeland)

4.5. Literatur