Vorkommen
Länder:+8Kontinente:EU
Falter
Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Fraßspuren und Befallsbild
Ei
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Falter

2. Eiablage

3. Ausgewachsene Raupe

4. Jüngere Raupenstadien

5. Fraßspuren und Befallsbild

6. Ei

7. Diagnose

7.1. Erstbeschreibung

8. Biologie

8.1. Habitat

8.2. Raupennahrungspflanzen

8.3. Nahrung der Raupe

  • [Poaceae:] Molinia caerulea (Blaues Pfeifengras)
  • [Poaceae:] Calamagrostis canescens (Sumpf-Reitgras)
  • [Poaceae:] Calamagrostis epigejos (Land-Reitgras)
  • [Poaceae:] Phalaris arundinacea (Rohrglanzgras)
  • [Poaceae:] Brachypodium sylvaticum (Wald-Zwenke)
  • [Poaceae:] Phragmites australis ? (Schilf ?)

Da die Raupe recht langsam heranwächst, braucht sie auch Gräser, die ihr vom Juli bis in den September (dann Überwinterung als L3) kontinuierlich Nahrung bieten und die auch entsprechend breite Blätter haben, dass die Bildung einer Röhre als Raupenversteck möglich ist. Molinia caerulea und Calamagrostis canescens scheinen in den Niederlanden und in Nordostdeutschland die wichtigsten entsprechenden Eiablagepflanzen zu sein, erstere Art wenigstens teilweise auch in südlicheren Gebieten (z.B. Südfrankreich). Durch Eiablagebeobachtungen belegt sind außerdem Calamagrostis epigejos (Bram Omon in Mecklenburg-Vorpommern, siehe Eibilder oben) und Brachypodium sylvaticum (E. Rennwald im Osten Österreichs), durch einen Raupenfund auch Phalaris arundinacea (Markus Dumke in Schleswig-Holstein, siehe Raupenbilder oben). Durch Literatur und Internet geistern noch weitere "Futterpflanzen", die aber durchweg nicht näher begründet sind, vor allem bleibt unklar, ob es dazu auch Freiland-Beobachtungen gibt. Es dürften allerdings tatsächlich noch einige weitere Grasarten wenigstens regional mitgenutzt werden.

Lafranchis et al. (2015: 98) schreiben zu Südfrankreich, dass die Eiablage meist an Molinia erfolgt, manchmal aber auch an Schilf ("le Roseau commun") oder andere breitblättrige Gräser. Schilf (Phragmites australis) spielt dabei sicher nur eine untergeordnete Rolle - wenn die Meldung nicht ganz auf einer Fehlbestimmung von Phalaris arundinacea beruht.

(Autor: Erwin Rennwald)

9. Weitere Informationen

9.1. Etymologie (Namenserklärung)

„Gott des Schlafes.“

Spuler 1 (1908: 70L)

9.2. Andere Kombinationen

9.3. Synonyme

9.4. Taxonomie

Aistleitner & Gros (2019) beschrieben aus den Südalpen Heteropterus morpheus stangelmaieri Aistleitner & Gros, 2019 als neue Unterart. Begründung: "Der Holotypus und die Individuen der einzelnen Populationen sind charakterisiert durch verbreiterte schwarze Spiegelfleckenränder, was im Extremfall zu einer stark verdunkelten Unterseite der Hinterflügel, schließlich bis zum völligen Verschwinden der gelben Flügelpartien führt. Bei der Nominatunterart dagegen ist die Grundfarbe zwischen den "Spiegelflecken" hellgelb". Einzig und allein wegen einer lokalen Häufung von teil-melanistischen Formen gleich eine Unterart abgrenzen zu wollen, erscheint mir ziemlich dürftig begründet.

(Autor: Erwin Rennwald)

9.5. Literatur