Vorkommen
Länder:+7Kontinente:EU
Falter
Männchen
Weibchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Weibchen

Bei den Weibchen von Gynnidomorpha luridana befindet sich am oberen Bereich des Ductus bursae eine sackartige Erweiterung. Dies ist ein artspezifisches Merkmal. Damit lässt sie sich leicht von den anderen Gynnidomorpha-Arten unterscheiden. Text: Friedmar Graf

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Orobanchaceae:] Odontites vernus [= Odontites verna, Odontites odontites subsp. vernus] (Frühlings-Zahntrost, Acker-Zahntrost)
  • [Orobanchaceae:] Euphrasia sp. ? (Augentrost ?)
  • [Asteraceae:] Matricaria chamomilla ??? [= Matricaria recutita ???] (Echte Kamille ???)

Hancock et al. (2014: 52) schreiben zur Eiablage: "Ovum. In June-July on the flowerheads of red bartsia (Odontites verna) and possibly also on eyebright (Euphrasia sp.). Immature stages first intimated by Heckford (1995d) and fully reporded by Heckford and Sterling (1997)". Bei Heckford (1995: 190) hieß es dazu nur ganz kurz: "Pierea luridana Gregs., Portland, Dorset (VC9) 30.vii.1994, Portland, bred from seeds of Odotites verna (Bellardi), 2.-4.ix.1994, previously unrecorded foodplant." Die detailliertere Beschreibung von Heckford & Sterling (1997) habe ich noch nicht im Detail studiert, aber aus Hancock et al. (2015: 52) wird klar, dass weitere Raupen von Odontites verna erfolgreich zum Falter gezüchtet wurden, weitere gleich aussehende an Euphrasia aber leider eingingen.

Die alte Angabe von Razowski (2001: 38) dürfte sich damit erledigt haben: "Matricaria recutita (Asteraceae) (Bradley & al., 1973). Habitat: Feuchtwiesen." Abgesehen davon das Kamillen und Feuchtwiesen sowieso nicht zusammenpassen ist bei einer auf Zahntrostsamen spezialisierten Art kaum zu erwarten, dass sie auch noch Kamillen nutzt.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) wurde die Art in Deutschland vor 1980 in Niedersachsen, nach 1980 nur noch in Bayern nachgewiesen. Nach Gaedike et al. (2017) gibt es aber auch von dort keinen Nachweis mehr nach 2000.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur

  • Erstbeschreibung: Gregson, C. S. (1870): Description of Argyrolepia luridana, Gregson, a Tortrix new to Science. — The Entomologist 5: 80. London (Simpkin, Marshall, & Co.).
  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Gaedike, R., Nuss, M., Steiner, A. & R. Trusch (2017): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Lepidoptera). 2. überarbeitete Auflage. — Entomologische Nachrichten und Berichte (Dresden), Beiheft 21: 1-362.
  • Hancock, E.F., Bland, K.P. & J. Razowski (2015): The moths and butterflies of Great Britain and Ireland. Volume 5 (Part 1). Tortricidae, Tortricinae & Chlidanotinae. - 245 S.; Leiden & Boston (Brill).
  • Razowski, J. (2001): Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung - Verbreitung - Flugstandort - Lebensweise der Raupen. — 319 S.; Bratislava.