Vorkommen
Länder:?+10Kontinente:EU
Männchen
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Erstbeschreibung

Darin indizierte Abbildung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Antennaria dioica [= Gnaphalium dioicum] (Gewöhnliches Katzenpfötchen, Gemeines Katzenpfötchen)

Huemer & Karsholt (2010: 53) stellen fest: "The larvae feed on Antennaria dioica L. (Gaertn.) (Asteraceae). [...] The larva lives under the ground surface in a silken Gallery mining leves from the underside. The mine resembles that of S. murinella. It seems possible that the ground should not be too mossy (as is often the case in places with Antennaria), but there must be sand as the larvae make sandy tubes on the ground (Mutanen et al., 2003: 10, Mutanen, in litt.). References to Thymus (Lamiaceae) as a possible host-plant for G. strelicella [...] are erroneous."

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Die beiden Typusexemplare stammen von Neustrelitz.

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) in Deutschland nur mit Altangaben von vor 1900 aus Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Die Altangaben beziehen sich dabei auf die Erstbeschreibung von Herrich-Schäffer [1847-1855], in der es zum locus typicus heißt: "2 Exemplare in FR Sammlung aus Neustrelitz". Da die Falter-Abbildung bereits 1853 erschien, muss der Fund noch deutlich früher gewesen sein.

Nach den Daten der Fauna Europaea ist die Art in einem breiten Gürtel von Großbritannien über Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Polen und weiter bis zum Ural in verschiedenen Regionen von Russland verbreitet, weiter dann durch Zentralasien bis in den Fernen Osten. Meldungen aus den Alpen (Österreich, Italien und Slowenien) beziehen sich nach Huemer & Karsholt (2010: 53) hingegen auf die nahe verwandte, aber genetisch und genitalmorphologisch klar getrennte Art Gnorimoschema hoefneri.

In diesem Zusammenhang verwundert, dass Huemer (2013: 78) G. streliciella weiterhin für Steiermark und Niederösterreich angibt (und G. hoefneri nur für Ost-Tirol und Kärnten).

Das Fehlen von Lebendfotos bei einer in Europa so weit verbreiteten Art hat seine Gründe. Huemer & Karsholt (2010: 53) formulieren dazu: "The species disappeared from ist localities in The Netherlands, Germany, Poland, Denmark and Great Britain already in the first half of the 20th century. Records from Belgium, France and Sweden could not be confirmed from voucher specimens and may be based on misidentified material. Records from the Alps refer to G. hoefneri." Für Europa verbleiben damit aktuell noch Norwegen, Finnland, Estland, Lettland und Russland. Ob der Rückzug nach Norden in Europa etwas mit dem Ende der Kleinen Eiszeit zu tun hat, oder aber auf ganz anderen Ursachen beruht, bleibt ungeklärt.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den detaillierten Datierungs-Angaben von Heppner (1982). Obwohl die Tafel 67 bereits 1853 erschienen ist, darf sie nach den Bestimmungen des ICZN nicht als Erstbeschreibung gelten, denn die Nomenklatur auf dieser Tafel ist nicht binominal.

(Autor: Jürgen Rodeland)

4.6. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Heppner, J. B. (1982): Dates of selected Lepidoptera literature for the western hemisphere fauna. — Journal of the Lepidopterologists' Society 36 (2): 87-111.
  • Erstbeschreibung: Herrich-Schäffer, G. A. W. („1853-1855“) [1847-1855]: Systematische Bearbeitung der Schmetterlinge von Europa, zugleich als Text, Revision und Supplement zu Jakob Hübner's Sammlung europäischer Schmetterlinge. Fünfter Band. Die Schaben und Federmotten: 1-394, Tineides pl. 1-124, Pterophides pl. 1-7, Micropteryges pl. 1. Regensburg.
  • Huemer, P. (2013): Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. – 304 S. (Studiohefte 12); Innsbruck (Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.).
  • Huemer, P. & O. Karsholt (2010): Gelechiidae II (Gelechiinae: Gnorimoschemini). — In: Huemer, P., Karsholt, O. & M. Nuss (2010): Microlepidoptera of Europe 6: 1-586. Stenstrup (Apollo Books).

4.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)