Artstatus unsicher!
Vorkommen
Länder:+1Kontinente:EU
Inhalt

2. Weitere Informationen

2.1. Etymologie (Namenserklärung)

Die Art ist nach ihrem auffälligsten äußeren Merkmal benannt: "« bimaculatana » pour rappeler les deux macules caractéristiques à la base de l’aile antérieure."

2.2. Taxonomie

Als die Arbeit publiziert war, schrieb ich: "Und wieder eine Art, die nach lediglich 2 Männchen, ohne Kenntnis der DNA und ohne Kenntnis der Biologie beschrieben wird. Es könnte sein, dass die geringen Genitalunterschiede und die auffälligen braunen Doppelflecke mehr sind als nur eine individuelle Varietät der Eucosma fervidana. Es könnte also sein, dass das Taxon also tatsächlich Artberechtigung hat - aber es wäre doch sicher noch genug Zeit gewesen, vor der Beschreibung als neue Art noch das Ergebnis eines Barcoding abzuwarten und vielleicht auch zu versuchen, etwas Klärung in die Biologie zu bringen. Die Autoren haben ihre Tiere auf Korsika gefunden, schreiben aber, dass die ähnliche Eucosma fervidana von der Nachbarinsel Sardinien gemeldet wurde, wo entsprechende Exemplare nach der Beschreibung von E. bimaculatana dringend auf die neue Art hin überprüft werden sollten - wie schön wäre es gewesen, wenn sie das selbst getan hätten und so vielleicht noch zu mehr Paratypen und einer besseren Einschätzung der Variabilität gekommen wären. Ich denke, in ein bis zwei Jahren werden wir wissen, ob es sich beim neuen Taxon um eine "bona species" handelt, oder nur um ein weiteres überflüssiges Synonym. Bis dahin wird das Taxon im Lepiforum mit "Artstatus unsicher!" geführt."

Jetzt sind mehr als 2 Jahre vergangen - wir haben ein Barcoding-Ergebnis, damit aber noch immer keine Klarheit. Denn ohne einen Barcode von E. fervidana kommen wir hier nicht weiter. Huemer & van Nieukerken (2021: 318) erläuterten dazu: "The successfully sequenced holotype clusters separately from other barcoded Eucosma in a unique BIN with a distance of ca. 4% to the nearest neighbour, E. glomerana (Walsingham, 1879) from North America and ca. 5% to the nearest neighbour in Europe, the morphologically similar E. tripoliana (Barrett, 1880). However, the relationship to E. fervidana (Zeller, 1847), a species without barcode sequence so far, needs re-assessment."

2.3. Typenmaterial

Beide Typen stecken in den Privatsammlungen der Autoren; über ihren weiteren Verbleib ist nichts zu erfahren:

" HOLOTYPE mâle : France, Corse-du-Sud, Propriano, uv, 10 juin 2017, G. Labonne leg., prép. gen. Gla-017-1376, Coll. Th. Varenne à Nice.

PARATYPE : 1 mâle, idem, prép. gen. Gla-017 -1246, Coll. G. Labonne à Montpellier".

(Autor: Erwin Rennwald)

2.4. Literatur