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LebendfotosFalterBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenSynonymeUnterartenTaxonomie und FaunistikLiteratur

2. Biologie

2.1. Nahrung der Raupe

  • [Brassicaceae:] Diplotaxis harra
  • [Brassicaceae:] Diplotaxis acris
  • [Brassicaceae:] Diplotaxis muralis ? (Mauer-Doppelsame ?)
  • [Brassicaceae:] Erucaria microcarpa
  • [Brassicaceae:] Erucaria rostrata
  • [Brassicaceae:] Isatis microcarpa
  • [Brassicaceae:] Moricandia nitens
  • [Brassicaceae:] Zilla spinosa
  • [Brassicaceae:] Sisymbrium sp. ?
  • [Brassicaceae:] Barbarea vulgaris ? (Barbaraukraut ?)

Die Raupe ist - wie auch die der verwandten Arten - ganz auf Brassicaceae fixiert, wobei hier gelb- und lilablühende Arten akzeptiert werden, einjährige wie auch mehrjährige Arten. Röber (1907: 52) berichtete in seiner Erstbeschreibung: "Ei länglich, nach oben zugespitzt, braungelb, zuletzt bleigrau, mit gerippten Seiten. Rp ähnlich der von cardamines, grünlich mit 3 Streifen und weissen Luftlöchern; auf Cruciferen, besonders Sisymbrium erucastrum und Barbarea vulgaris. Pp nach vorn und hinten sehr zugespitzt, braun mit schwarzen Pünktchen, kommt manchmal erst nach zwei Jahren zur Entwickelung (Spuler)." Mit "Sisymbrium erucastrum" war dabei wahrscheinlich Diplotaxis muralis gemeint. Wie sicher die Bestimmung von "Barbarea vulgaris" war, bleibt unklar - der typische Standort der Pflanze passt nur bedingt zum Vorkommensort der Falter.

Benyamini & John (2020: 81) listen: "Recorded hostplants: mainly annual Brassicaceae (Cruciferae) - Diplotaxis harra [M] (illustr.), D. acris, Erucaria microcarpa, E. rostrata, Isatis microcarpa, Moricandia nitens, Sisymbrium spp. and Zilla spinosa (DB, LHP]." "[M]" bei Diplotaxis harra steht dabei für "main/ preferred", also eine besonders wichtige Raupennahrungspflanze. Die weiteren genannten Pflanzenarten - auf auf "Sisymbrium spp." dürfte auf Primärangaben aus dem Freiland beruhen.

(Autor: Erwin Rennwald)

3. Weitere Informationen

3.1. Andere Kombinationen

  • Euchloe belia f. melanochloros Röber, 1907 [Originalkombination]
  • Euchloe ausonia melanochloros Röber, 1907
  • Euchloe crameri melanochloros Röber, 1907

3.2. Synonyme

  • Euchloe paravicinii Stauder, 1915

3.3. Unterarten

  • Euchloe melanochloros libyca Turati, 1917 [Libyen]
  • Euchloe melanochloros aegyptiaca Verity, 1911 [Ägypten, S-Israel, Syrien, Jordanien]

3.4. Taxonomie und Faunistik

E. melanochloros wurde meist als Unterart von E. ausonia angesehen, teilweise auch von E. crameri. Genetisch scheint sie aber so weit eigenständig zu sein, dass sie mittlerweile allgemein als Art akzeptiert wird, so u.a. auch von Nazari et al. (2025). Back et al. (2008) hatten das Taxon erstmals in den Artstatus erhoben und auch gleich die 3 heute akzeptierten Unterarten ausgewiesen, zwischen denen der Genfluss schon lange unterbrochen erscheint.

Benyamini & John (2020: 81) schockten mit der Behauptung, dass die Art aus Südeuropa beschrieben wurde: "TL: S Europe. Distributed from S Europe to N Africa [...]". Dies ist natürlich grob falsch und beruht auf einer nicht sorgfältigen Übernahme aus der Erstbeschreibung von Röber (1907: 52) - die Angaben zu Spanien gehörten dort zu E. belia ab. alhambra. Röber (1907: 52) jedenfalls hatte in seiner Ertbeschreibung - eigentlich unmissverständlich - gemeldet: "In Batna (Algier) fliegt im Mai eine kleine Form mit reduzierter schwarzer Zeichnung der Vflgl-Oberseite, sehr breiter dunkler Flügelbasis und verdüsterten Htlgln (infolge Durchscheinens der Zeichnung der Unterseite), die Unterseite der Hflgl sehr dunkelgrün mit äusserst geringer gelber Beimischung und verkleinerten melano-weissen Flecken: melanochloros form.nov. — An den Abhängen des Harro (Andalusien) fliegt ab. alhambra Moros. Ribbe: Vflgl spitzer, der schwarze Vrdsfleck nach hinten verlängert, Unterseite der Hflgl sehr grün, die weissen Flecke weniger zahlreich und klein, mitunter völlig fehlend."

Die weiteren Angaben von Benyamini & John (2020: 81) passen dann wieder: "Egypt, Sinai, N & NE Saudi Arabia, S Jordan, E Jordan ?, E Syria ?, W Iraq ?, and S Israel. Absent from Turkey, Lebanon and Cyprus. The Levant ssp. is Euchloe melanochloros aegyptiaca Verity, 1911; TL: Helwan, Egypt."

[euroleps.ch (abgefragt 14. August 2026)]zeigt einen Falter aus Hammamet in Tunesien und nennt zur Verbreitung "S-Marokko, Zentral-Südalgerien, Libyen, Aegypten, S-Israel, Syrien, Jordanien.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.5. Literatur