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Falter
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
LebendfotosDiagnoseBiologieHabitatLebensweiseNahrung der RaupeWeitere InformationenSynonymeAndere KombinationenUnterartenVerbreitungLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

E. falloui fliegt in ariden Biotopen mit Vorkommen von Wüsten-Brassicaceen.

3.2. Lebensweise

Die Art fliegt je nach Lokalklima und den regionalen Regenfällen von November bis Mai in ein bis drei Generationen, wobei die Hauptflugzeit von Februar bis April andauert. Der Falter schlüpft nur dann aus der Puppe, wenn genügend Regen gefallen ist. E. falloui dürfte der Tagfalter sein, dessen Puppe am längsten in Diapause verweilen kann. D. Benyamini (2008) berichtete, dass eine Puppe bei ihm in der Zucht 15 Jahre lang überlag, ehe doch noch ein Falter schlüpfte!

Die wichtigsten Raupennahrungspflanzen sind Moricandia-spp.

(Autor: Jürgen Hensle)

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Brassicaceae:] Moricandia arvensis
  • [Brassicaceae:] Moricandia nitens
  • [Brassicaceae:] Moricandia sinaica
  • [Brassicaceae:] Zilla spinosa
  • [Brassicaceae:] Diplotaxis acris
  • [Brassicaceae:] Erucaria hispanica
  • [Brassicaceae:] Hirschfeldia incana (Grausenf)
  • [Brassicaceae:] Schouwia purpurea [= Schouwia thebaica]
  • [Resedaceae:] Reseda muricata
  • [Resedaceae:] Reseda sp. (Reseda)

Back (2008: 165) meldete aus Nordwestafrika: "Die Präimaginalstadien der in Nordafrika von der Atlantikküste bis Israel (vor allem Sahara-Atlas, Djebel Aures, Hoggar, Tibesti, Fezzan, Sinai, Negev) lokal vorkommenden Art Euchloe falloui wurden erstmalig 1965 bei Biskra beobachtet. Die damals an Moricandia arvensis gefundene Raupe ergab nach zweimaliger Überwinterung am 7. Februar 1967 einen kräftigen weiblichen Falter". Er berichtet dann über weitere Raupenfunde an diesr Pflanze und vermutlich einer weiteren Art der Gattung.

Nach Benyamini & John (2020: 85) sind Moricandia nitens und Moricandia sinaica die beiden Haupt-Nahrungspflanzen der Art. Sie listen aber weiter: "Zilla spinosa, Diplotaxis acris, Erucaria hispanica, Hirschfeldia incana und Schouwia thebaica. Rarely on Resedaceae - Reseda spp." Unter Berücksichtigung sonstiger Quellen gehe ich davon aus, dass hier auch die Nennung aller Nicht-Moricandia-Arten auf Freiland-Beobachtungen beruht, nicht nur auf Zuchtversuchen. Insgesamt spricht hier jedenfalls alles für die Richtigkeit der Angaben. Zu beachten ist aber, dass die Moricandia-Arten und Zilla spinosa mehrjährig sind und auch in ziemlich trockenen Jahren wenigstens einige Blüten und Früchte hervorbringen, die anderen genannten Arten als in der Regel einjährige Pflanzen hingegen nur in Jahren mit Regen als zusätzliche Nahrungsquellen verfügbar sind. Benyamini (2008: 293) hatte z.B. berichtet: "In spring 1983 I bred a field collected larva from East Sinai. This last instar larva was feeding on a large Schouwia thebaica Webb. (a desert annual Brassicaceae plant). In 1991 when this live pupa had still not hatched I decided to move to a larger scale experiment. [...]"

Jürgen Fuchs legte am 16. Oktober 2011 auf [actias.de] ein PDF mit Thema "Euchloe falloui, Allard, 1867 – Scarce Green-striped White – Pieridae". Darin berichtet er von seinen Geländeerfahrungen und Zuchten aus Nordwestafrika: "Ich fand den Falter in der Umgebung von Gafsa in Tunesien in einer Ebene am Fuße von Bergen in ausgetrockneten Flussbetten (Wadis). Dort flog er im selben Biotop wie P. saharaed auch seine dortige Fpfl. Moricandia arvensis wächst hier neben Deverra chlorantha, der Fpfl. von P. saharae. Regnet es im Winter in den dahinter liegenden Bergen ausgiebig, treiben die Fpfl. beider Arten aus und die Falter verlassen ihre Puppen. Bleibt das notwendige Nass aus, findet man beide Arten nur vereinzelt oder gar nicht. Ich habe beides erlebt. Ähnlich wie bei P. saharae, können auch die Puppen von E. falloui mehrere Jahre überliegen, wenn die Witterung nicht passt. In Marokko begegnete ich diesem nicht häufigen Falter bei Madao am Nordrand des Antiatlas in einem ähnlichen Biotop, nur dass er diesmal nicht in einer Ebene am Fuße von Bergen, sondern in sehr trockenem, hügeligem Gelände flog. Auch hier war seine Fpfl. Moricandia arvensis. An beiden Fundorten, in Tunesien und in Marokko, flog E. falloui zusammen mit den sehr ähnlichen Weißlingen Euchloe belemia und Euchloe crameri." Er betont: "In Norwestafrika ist nur eine Fpfl. für Euchloe falloui bekannt, nämlich Moricandia arvensis." Und Jürgen Fuchs ist etwas skeptisch in Bezug auf die aus anderen Gebieten genannten weiteren Pflanzen: "In Israel sollen sie Moricandia sinaica, Moricandia nitens, Zilla spinosa, Diplotaxis acris, Reseda spp., Hirschfeldia incana und Schouwia thebaica fressen. Auch Reseda muricata und Schouwia purpurea werden als mögliche Fpfl. erwähnt. In Zentral-Arabien ist die Futterpflanze Moricandia sinaica. Für die übrigen Länder seines Verbreitungsgebietes habe ich diesbezüglich keine Angaben gefunden."

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Synonyme

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Unterarten

4.4. Verbreitung

E. falloui fliegt von Südmarokko und Mauretanien durch die Sahara und den Sahara-Atlas bis zum Hoggar, dem Tibesti und der Sinai-Halbinsel. Ferner in der Negev-Wüste, dem angrenzenden Jordanien und dem Nordwesten der Arabischen Halbinsel.

(Autor: Jürgen Hensle)

4.5. Literatur