Vorkommen
Länder:+3Kontinente:EUAS
Falter
Erwachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Ei
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Erwachsene Raupe

3. Jüngere Raupenstadien

4. Ei

5. Diagnose

5.1. Männchen

5.2. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

7. Weitere Informationen

7.1. Andere Kombinationen

7.2. Synonyme

7.3. Taxonomie

Die Art sieht äußerlich Eriogaster rimicola sehr ähnlich und galt auch lange als Unterart von jener. Erst Zolotuhin (2007) erhob sie in den Artrang und stellte fest, dass Eriogaster nippei de Freina, 1988 als Synonym dazu gelten muss. Anders als Eriogaster rimicola ist E. inspersa kein „Herbsttier“, sondern ein „Spätwintertier“, das im März / Anfang April fliegt.

7.4. Faunistik

Die Art wurde aus dem asiatischen Teil der Türkei beschrieben.

Rosenbauer & Theimer (2016) berichten über den Erstfund der Art in Europa. Sie erhielten das oben unter „Diagnose“ gezeigte Exemplar am 2. März 2016 beim Lichtfang im östlichen Rhodopen-Gebirge (Griechenland). Sie stellen fest, dass dieses Gebirge auch noch für andere pannonische, in Kleinasien weiter verbreitete Arten den westlichsten Teil ihres Areals bietet, dass also der Fund von E. inspersa hier durchaus ins Bild passt.

Beshkov et al. (2021) wurden durch diesen Artikel an einen männlichen Falter erinnert, den sie am 8. März 2013 bei Demir Kapiya in Nordmazedonien gefangen hatten; da E. inspersa damals aus Europa noch unbekannt war, hatten sie das Tier zunächst als phänologisch abweichendes Exemplar von E. rimicola gedeutet (Beshkov, S. & V. Gashtarov (2014)). Eine Genitalüberprüfung zeigte jetzt, dass dies der früheste Nachweis von E. inspersa für Europa war: "The specimen captured in North Macedonia is more than 300 km distant and the spot in the Vardar valley near Demir Kapiya is hence the most northern and western point of the range of this species. As far as we know, there is no other similar Eriogaster species with a spring flight period known from the Balkans." Angesichts der Fundumstände ist hier nicht von Verschleppung sondern von Bodenständigkeit auszugehen.

(Autor: Erwin Rennwald)

7.5. Typenmaterial

Locus typicus ist „bei Mersin“, also an der türkischen Mittelmeerküste gut 400 km östlich von Antalya. Zolotuhin (2007) wählt aus den 4 Exemplaren der Typenserie einen Lectotypus aus und erklärt die anderen 3 Exemplare zu Paralectotypen: “In the original description of inspersa Stgr., four specimens were mentioned as “Ich besitze hiervor zwei Paare” (Staudinger, 1879: 356). Both pairs are preserved in ZMHB. From these, a male bearing the following labels is designated as the lectotype: ‘Mersina | Ld’ <hand-written on yellowish paper>, ‘Origin.’ <printed on pink paper>, ‘ex coll. Staudinger’ <printed on white paper>, ‘Coll. HU-Berlin | Lasiocampidae | V. Zolotuhin prep. | GU 2005-18’ <printed within a black frame on white paper>, and ‘Lectotype | Bombyx Rimicola | Inspersa Stgr, 1879 | V. Zolotuhin des.’ <printed on red card stock>. The other three specimens are designated paralectotypes and were given appropriate red labels.”

7.6. Literatur