

+5Kontinente:EU1. Lebendfotos
1.1. Falter
Anmerkung: ein bis zum 12. November 2024 hier gezeigtes Falterbild aus Albanien war fehlbestimmt und wurde einschließlich des Habitatfotos zu Epidola semitica verschoben [Forum].
2. Diagnose
2.1. Männchen
2.2. Weibchen
2.3. Geschlecht nicht bestimmt
2.4. Genitalien
2.4.1. Weibchen
2.5. Erstbeschreibung
3. Biologie
3.1. Nahrung der Raupe
- [Caprifoliaceae:] Scabiosa sp. ? (Skabiose ?)
Millière (1867) beschrieb die neue Art in seiner "Iconographie et description de chenilles et lépidoptères inédits". Seine Beschreibung enthält eine Zeichnung der Raupe und ihres interessanten Köchers, doch zur Raupennahrung konnte er nichts schreiben, weil sich der Finder dieser Raupe - Herr Himmighofen aus Barcelona - nicht mehr sicher erinnern konnte, woran er den Raupensack gefunden hatte. Was eine Frage der Zeit schien, ist bis heute nicht befiedigend erledigt - noch immer ist strenggenommen unklar, aus welchem Pflanzenteil der damalige Raupensack hergestellt war und ebenso, ob der Falter als Raupe monophag, oligophag oder (hochgradig) polyphag lebt. Letzteres wäre nach der Erfahrung mit Epidola stigma zu vermuten, aber die Raupe wurde seit ihrer Erstbeschreibung anscheinend nie mehr gefunden.
Requena (2009: 10) schrieb allerdings: "Planta nutrícia: Scabiosa. Vola al maig. La larva es protegeix amb un tros de tronquet, que talla i que arrossega allà on va."
Dies geht auf Cuní i Martorell (1874: 194) zurück, der schrieb: "Epidola Stgr. E. Barcinonella Mill. [...] La oruga vive en el interior del tallito de la Scabiosa, con la particularidad de que al acercarse el tiempo de su metamorfosis, corta el trozo de tallo que le sirve de abrigo y sin salir de él anda arrastrándolo, á semejanza de las Psyche, hasta que se pega en alguna parte, por lo comun en las ramas del Spartium junceum (retama), y forma la crisálida dentro del referido estuche. No es escasa en Barcelona y Calella." [Die Raupe lebt im Inneren des Stängels der Scabiosa, mit der Besonderheit, dass sie, wenn die Zeit ihrer Metamorphose näher rückt, das Stück Stängel, das ihr als Schutz dient, abschneidet und es, ohne es zu verlassen, ähnlich wie die Psyche hinter sich herzieht, bis es irgendwo hängen bleibt, in der Regel an den Zweigen des Spartium junceum; dort kommt es innerhalb dieses Gehäuses zur Verpuppung. Die Art ist in Barcelona und Calella nicht selten.]
Damit erhebt sich die Frage, ob das nur eine Einzelbeobachtung war, ob sie bis in die Details richtig war, oder ob das immer so abläuft. Zur Klärung sind hier weitere Beobachtungen unverzichtbar.
(Autor: Erwin Rennwald)
4. Weitere Informationen
4.1. Etymologie (Namenserklärung)
Nach dem lateinischen Namen der Stadt Barcelona: Barcino.
4.2. Literatur
- Cuní i Martorell, M. (1874): Catálogo metódico y razonado de los lepidópteros que se encuentran en los alrededores de Barcelona, de los pueblos cercanos y otros lugares de Cataluña... viii + 232 pp. Imprenta de Tomás Gorchs, Barcelona.
- Erstbeschreibung: Millière, P. (1867): Iconographie et description de chenilles et lépidoptères inédits. Dix-huitième livraison. 281-327 + pl. 81-84. Paris (F. Savy).
- Requena, E. (2009): Aproximació a la fauna dels gelèquids de Catalunya i Balears (Lepidoptera: Gelechiidae). — Treballs de la Societat Catalana de Lepidopterologia, 16: 5-77. [zum PDF-Download auf researchgate.net]






















