ÜbersichtLänderKarteFundmeldungenExterne Links (8)
Länder:+18Kontinente:EUAS
Neues Layout der Navigation (Beta Test)
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Genitalien ♂
Erstbeschreibung
LebendfotosFalterDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenTaxonomieFaunistikLiteratur

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

1: Österreich, Niederösterreich, Spitzerberg, Trocken- bis Halbtrockenrasen, am Licht 30. Juni 2008 (leg. & Belegfoto: Peter Buchner) det. durch barcoding Jukka Tabell

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Poaceae:] Phleum phleoides [= Phleum boehmeri] (Steppen-Lieschgras)

Kaila et al. (2025) teilen mit: "E. rudectella inhabits dry, exposed calcareous hillsides, with a wide elevational range of between about 200–2600 m. It is attracted to black light, but male can be found active already at dusk. Phleum phleoides (L.) H.Karst. (Poaceae) has been reported as a host plant (Hoffmann 1893)." Sie akzeptieren also die damalige Falterbestimmung von Hoffmann (1894: 311). Dieser hatte formuliert: "Die Raupe dieser hier nur sehr einzeln vorkommenden Art findet sich schon Anfangs April an Phleum Böhmeri an den trocknen, felsigen Abhängen unserer Donauberge; sie wählt zur Anlage ihrer ansehnlichen Mine meist kümmerlich entwickelte am Fuße der Felsen wachsende Pflanzen. Die Mine ist in der oberen Hälfte der Halme angelegt, deren ganze Breite sie einnimmt und geht bis in die Spitze; die abgelöste Blattoberhaut ist bauchig aufgebläht, die Mine daher wenig durchscheinend; wie wohl alle Elachisten minirt das Räupchen mehrere Halme nach einander; es ist dunkelgrau mit bräunlichem Kopf und schwarzem in der Mitte von einer feinen Längslinie getheilten Nackenschild, welches hinten beiderseits fast in rechtem Winkel nach außen vorspringt. Die Afterklappe ist klein, rundlich, dunkelbraun. Ende April erfolgt die Verpuppung an der Basis eines Halmes unter einem länglichen, weißen, dichten Gespinnst. Die Puppe selbst ist hellgelbbraun mit scharfen Seitenkanten, welche auf jedem Segment beiderseits je eine kleine auf einem Knöpfchen stehende Spitze tragen; die Rückenkante ist nicht hoch, aber sehr dunkel ausgeprägt. Der Schmetterling entwickelt sich gegen Ende Mai."

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Taxonomie

Kaila et al. (2025) besprechen die Art in der "Elachista bedellella group (Gelechioidea, Elachistidae, Elachistinae) similar with E. rudectella Stainton, 1851 and E. graeca Parenti, 2002". Kaila et al. (2025: 123) erklären zum Barcode: "Maximum intraspecific divergence distance (n = 16) 2.39% (sample id’s: BL_LSNOE_Lep_ 03224, 03260, 03625, 03266, 03508, 03759, 03767, 03772, 04179; DNA samples 20835, 20227, 20230, 21358 Lep. Phyl.; KLM Lep 17515; TLMF 15469, 25740, 25810, 32994, 33059, 37759). Nearest neighbour is E. maculata Parenti, 1978 with 5.58% divergence." Sie erklären: "Externally E. rudectella is similar to several other Elachista species as having more or less white forewing with indistinct darker pattern formed of grey brownish and grey-tipped scales. E. rudectella is readily distinguished from all other Elachista species by the shape of the juxta lobes that are elongate and distally characteristically conical. The shape of the juxta lobes somewhat resembles those in species of the E. bedellella species complex (cf. Kaila 2007) in which the apex of juxta lobes is, however, entirely sickle-shaped. The juxta lobes in these species are sickle-shaped, not distally conical. In addition, the phallus of E. rudectella contains distally a spine that no other species in the E. bedellella group possesses."

4.2. Faunistik

Die Art wurde aus Österreich beschrieben, wahrscheinlich aus der Umgebung von Wien. Kaila et al. (2025: 121-123) melden von ihnen überprüfte Exemplare aus Österreich, der Schweiz (Wallis, Zeneggen, 1200 m), Bulgarien, (Nord-)Griechenland, Ungarn, Italien, Kasachstan (Akm., Kokch., Shchuchie Barmashi [heute: Schtschutschinsk]), Kirgisistan und Russland (Ural und Altai). Als Verbreitungsgebiet nennen sie: "Austria, Bulgaria (new record), Czech Republic, France, Germany, Greece, Hungary, Italy, Kyrgyzstan, Russia (S. Ural, Siberia, Tuva) (Kaila 2019), Serbia (Dobrosavljevic et al. 2017), Slovakia, Switzerland, Ukraine (Kaila 2019)." Bei der Fundmeldung aus Bulgarien hat sich leider gleich ein Doppelfehler eingeschlichen - ein Schreibfehler im Namen des Ortes und die falschen Koordinaten. Nach Lauri Kaila (e-Mail 5. Mai 2026) heißt der Ort nicht "Sansansko Pole" sondern "Sandansko Pole" im Nordwesten von Sandanski, also im Südwesten Bulgariens. Die richtigen Koordinaten lauten "41.59 N 23.22 E".

Nicht erwähnt wurden dort die Einträge von Koçak & Kemal (2018: 122) für die türkischen Provinzen 05 (Amasya) und 16 (Bursa). Sie werden hier im Lepiforum mit Fragezeichen als unsicher mitgeschleppt - Lauri Kaila teilt meine Einschätzung, dass diese türkische Liste bezüglich der Elachistidae voller Fehler und Unsicherheiten ist.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur