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Falter
Männchen
Weibchen
Genitalien ♂
Erstbeschreibung
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenSynonymeLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Poaceae:] Avenella flexuosa [= Deschampsia flexuosa, Aira flexuosa] (Schlängel-Schmiele)
  • [Poaceae:] Festuca sp. ?? (Schwingel ??)
  • [Poaceae:] Bromus sp. ?? (Trespe ??)
  • [Poaceae:] Dactylis sp. ?? (Knaulgras ??)
  • [Poaceae:] Arrhenatherum sp. ?? (Glatthafer ??)
  • [Poaceae:] Agrostis stolonifera ?? (Kriechendes Straußgras ??)
  • [Poaceae:] Agrostis sp. ?? (Straußgras ??)
  • [Poaceae:] Holcus lanatus ?? (Wolliges Honiggras ??)
  • [Poaceae:] Deschampsia caespitosa ?? (Rasen-Schmiele ??)
  • [Poaceae:] Carex sp. ??? (Segge ???)
  • [Poaceae:] Luzula pilosa ??? (Behaarte Hainsimse ???)

Frey (1859: 200) hatte als Erster berichtet: "Die Naturgeschichte des hübschen Thierchens war bisher unbekannt. Ich hatte das Glück, am 24. April 1858 die Raupe zu entdecken. Ich traf sie mitten auf einer Waldwiese untermischt mit Raupen der E. Cygnipennella, an einem Grashalm, welchen ich für eine Bromus-Art hielt, mit flacher, weisslicher Mine minirend. Sie war klein, etwa so gross als die Larve von Tetragonella, ziemlich schlank, von wachsgelber Farbe. Das selbe Kolorit zeigten ihre sämmtlichen Beine. Das Köpfchen erschien sehr klein, bräunlich, an den Rändern und Mundtheilen dunkler. Mein Räupchen verpuppte sich zu einem der E. Tetragonella verwandten, einfach gelbbraunen Püppchen und lieferte im Mai ein männliches Exemplar."

Schütze (1931: 26) schrieb knapp: "Raupe April, Falter Mai bis Juni. An Aira flexuosa [Deschampsia flexuosa], Mine flach, weißlich. Andre Futterpflanzen: Bromus, Festuca (Sorhagen). Raupe wachsgelb."

Bei Hering (1957) wurde die Art unter "Agrostis", "Arrhenatherum", "Bromus", "Deschampsia", "Festuca" und "Gramineae", aber ausdrücklich auch "Carex" verschlüsselt.

Wörz (1957: 284) hatte konkret berichtet: "Hirsau, ein mit Rasenschmiele erzogener Falter schlüpfte am 28. Mai 1930, Rohr 10. Juni 1941, Markgröningen, an einem Schwingelgras (Festuca) fand ich am 10. April und 18. April 1939 einige Raupen, die sich am 15. April bzw. 7. Mai verpuppten und am 3. bzw. 28. Mai je einen Falter ergaben (Wörz)." Die Bestimmung der Gräser halte ich hier nicht für gesichert. Dann schrieb er aber aus der Literatur ab: "Raupe überwinternd bis Mai an Gräser (Deschampsia [Aira] caespitosa, flexuosa, Carex, Bromus, Festuca, Agrostis stolonifera, Holcus lanatus, Dactylis) in flacher, weißlicher Mine. Hering, S. 248".

Die zusammenfassende Liste von Kaila (2019: 98) lautete: "Larval host plant(s): Agrostis stolonifera L., Arrhenaterum sp., Bromus sp., Dactylis sp., Deschampsia flexuosa (L.) Trin., Festuca sp., Holcus lanatus L. (all Poaceae) (Frey 1880; Sønderup 1924; E.M. Hering 1957; Wörz 1957; Buhl et al. 1990; Collins 2006)." Dazu: Remarks: Specimens reported from Carex sp. (Cyperaceae) and Luzula pilosa L. (Willd.) (Juncaceae) by Parenti & Varalda (1994) are likely from larvae that overwintered full-grown in the soil near or at the base of Carex or Luzula pilosa, which often grow together with Deschapsia flexuosa."

Während die meisten Autoren nur versuchten, die Liste zu verlängern, beschloss Steuer (1976: ), hier erst einmal kritisch zu sichten und aufzuräumen: "Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte von Zeller 1839. Ihre Biologie blieb unbekannt. Ende April 1958 entdeckten Frey die Raupen in einem ihm unbekannten Gras. [...] Heinemann fand die Raupen im April 1876 in einer von ihm nicht naher bezeichneten, schmalblattrigen Grasart an trockenen Stellen. Nach Sorhagen soll ,die Entwicklung in Bromus, Festuca, Agrostis und Deschampsia flexuosa stattfinden. Maj. Hering gibt als Futterpflanze ebenfalls ein feinblättriges Gras an. Nach seinen Vermutungen soll es Festuca und Agrostis sein. Diese Angaben beruhen sicher auf einem Irrtum. Petri erwähnt Zuchten, die Lenthe mit Gras ohne Nennung der Art durchgeführt hat. In seinem Blattminenwerk beschreibt E.M. Hering die Minen und Raupen an Agrostis, Arrhenaterium [sic!], Bromus, Carex, Deschampsia und Festuca. Wiederum verzichtet er auf die Artnennung. Die Mine sei flach und weißlich." Und was stellte er selbst fest?: "In der Umgebung von Bad Blankenburg fand ich die Minen sehr häufig auf dem Schiefergebirge und in der Buntsandsteinlandschaft. Die Raupen leben in den dünnen, fadenförmigen Blättern von Deschampsia flexuosa. Man findet sie immer dort, wo das Gras im Halbschatten steht und noch diese fadenformige Wuchsform in dichten Polstern aufweist. Die Minen sind denen von E. bifasciella sehr ähnlich, können aber schon nach dem Standort unterschieden werden. Sämtliche im lichten Laubwald und an den Waldrändern gefundene Minen enthalten die Raupen von E. nobilella. Sucht man am gleichen Fundort etwas tiefer im Fichtenwald, dort wo kaum ein Sonnenstrahl bis zum Waldboden dringt, so stellt man nur noch E. bifasciella fest. Die Raupen von E. nobilella sind im allgemeinen 2-3 Wochen früher erwachsen. Die Verpuppung erfolgt im Mai an den dünnen Stengeln und Blättern der Futterpflanze, mitunter am selben Blatt, im dem sich die Mine befand. Die Puppen sind sehr leicht zu finden. Die Falter erscheinen bereits in der zweiten Maihälfte und im Juni. Die Raupe ist wesentlich schlanker als die von E. bifasciella. Sie hat eine sattgelbe Farbe auf Grund ihres Leibesinhaltes. Die Cuticula ist nur sehr schwach pigmentiert." Das klingt sehr nach einer (wenigstens weitgehend) monophagen Raupe.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Synonyme

4.2. Literatur

4.3. Informationen auf anderen Websites (externe Links)