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Falter
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

3. Weitere Informationen

3.1. Etymologie (Namenserklärung)

Traugott-Olsen (1988: 304): “Note. This species is named after Mrs Elsa Svensson.”

3.2. Synonyme

3.3. Taxonomie

Der Elachista dispunctella-Komplex galt schon immer als schwierig. In der Arbeit von Traugott-Olsen (1992) mit dem Titel "The Elachista dispunctella (Duponchel, 1843) complex, with descriptions of new taxa" werden gleich 44 neue Arten beschrieben und so die Artenzahl mehr als verdreifacht; der Autor war zum Schluss gekommen, dass auch winzige Unterschiede im Flügelgeäder diagnostischen Wert haben und als Basis von Artbeschreibungen dienen könnten. In der Folge war er quasi der Einzige, der noch Arten dieser Gruppe bestimmen konnte. Sonderlich befriedigend war das nicht. Seit Jahren wurde hier an einer Revision gearbeitet; klar war, dass dabei als weiteres Hilfsmittel für die Gliederung der Taxa COI-Barcoding einbezogen werden muss. Für dieses verwendet man normalerweise möglichst frische Exemplare - hier war aber zwingend erforderlich, dass auch die Holotypen der benannten Taxa mit in die Untersuchung einbezogen werden müssen. Es war also klar, dass auch mit nur fragmentarischen Gensequenzen gearbeitet werden musste. Mutanen et al. (2015) stellten sich dieser Mammutaufgabe. Sie bildeten erst einmal neue Verwandtschaftseinheiten, die sie "operational taxonomic units" ("OTUs") nannten. Kaila (2015) zog daraus die taxonomischen Konsequenzen: Von den insgesamt 64 im Elachista dispunctella-Komplex auf Artrang beschriebenen Taxa blieben noch 19 übrig, alle anderen wurden synonymisiert. Die meisten dieser 19 Arten bilden jetzt sowohl nach genetischen als auch genitalmorphologischen Merkmalen klar definierte Einheiten.

Kaila (2015) kommt zum Schluss: E. elsaella is referred to as OTU 2 in Mutanen et al. (2015). The barcodes of Swedish (‘typical’ elsaella) and Central European specimens (‘svenssoni’) are clustered together with the distance between these of only 0.6–0.7%. In the absence of any evidence to the contrary, these populations are considered conspecific, and E. svenssoni a synonym of E. elsaella."

Kaila (2015) schreibt weiter: In the data of Mutanen et al. (2015) there is a taxon (i.e., OTU 3) whose barcode differs distinctly (3.7%) from E. elsaella. It is known from Croatia (Tribunj, 27.VI.2003, 1 ♂, Z. Tokár leg. & Coll., L. Kaila prep. 5475, DNA sample 21402 Lepid. Phyl.) and northern Italy. It seems to differ also by morphology from E. elsaella, but the limits of variation as compared to other close species is not known. The material available does not allow drawing conclusions on its taxonomic status."

3.4. Faunistik

Nach Sauter & Whitebread (2005) war "Elachista svenssoni" für die Schweiz zunächst zu streichen. "Zu streichen (Parenti 2003, in litt.). In Coll. ETHZ befinden sich Tiere von Laquintal VS, Weiningen-Altberg ZH und Zeihen AG in coll. P. Weber, sie wurden im 7. Ntr. als festucicolella aufgeführt, aber von Parenti als triseriatella und von Traugott-Olsen als svenssoni determiniert." Nach SwissLepTeam (2010) ist "Elachista svenssoni" aber doch wieder als Faunenbestandteil der Schweiz (Wallis (ohne Simplon-Südseite)) zu betrachten.

Nach Gaedike (2008) kommt "Elachista svenssoni" in Deutschland vor. Gaedike et al. (2017) führen Elachista elsaella aus Deutschland für Brandenburg (aktuell) und Bayern (Altangabe, ehemals als "E. triseriatella bestimmt) an.

Kaila (2015) nennt in seiner Verbreitungsübersicht weder die Schweiz noch Deutschland: "Austria, Greece, Hungary, Italy, Romania, Slovakia, Sweden."

Huemer (2012) gelang mit seinem durch Barcoding abgesicherten Fund in Südtirol der Erstnachweis für Italien.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.5. Typenmaterial

Traugott-Olsen (1988: 304): “Holotype ♂, Sweden: SM Högsby UTM 33V WD5939, 19.vi.1981 (Ingvar Svensson) (gen. prep. A.22.11.86; wing prep. B.10.3.87) (coll Svensson).

Paratypen. Sweden: 1 ex., same data as holotype; 1 ex., Sdm. Enskede, 15.V.1960 (M. Carlsson) (gen. prep. 3911 Ingv. Svensson); 1 ex., Sm. Husquarna, UTM 33V VE5808, 4.vi.1973 (Ingvar Svensson); 5 ex., Högsby, 5.vi.1982 (Ole Karsholt); 1 ex., Bäckebo, 30.v.1981 (Ole Karsholt) (in coll. Svensson; Traugott-Olsen; Karsholt).”

3.6. Literatur

3.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)