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Falter
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Cyperaceae:] Carex flacca [= Carex glauca] (Blaugrüne Segge)

Stainton (1858: 198-205) beschreibt die Raupe und ihre Lebensweise ausführlich; er nennt "Carex glauca" als Nahrungspflanze.

Steuer (1980: 306) bestätigt diese Angaben und meldet: "In der Blankenburger Umgebung finde ich sie nur auf Muschelkalk im lichten Niederwald und auf einer ganztags besonnten kleinen Rotwiese unmittelbar unter den nach Süden exponierten Kalksteilhangen. [...] Die Raupe miniert in Carex flacca vom Herbst bis Mitte April und wieder im Juni. Die Frühjahrsmine wird meist in einem frisch ausgetriebenen Blatt angelegt. Sie beginnt nur wenige cm oberhalb des Blattgrundes und führt zunächst in einen dünnen, völlig mit Kot ausgefüllten Gang neben der Mittelrippe blattspitzenwärts. Nachdem sie eine Lange von ca. 3-4 cm erreicht hat, wird sie zum Platz erweitert. Dann kehrt die Raupe um und miniert breit zum Blattgrund hin. Die Anfangsmine wird dabei vollständig in die breite Platzmine einbezogen. Nur an den Rändern bleiben gewöhnlich schmale grüne Parenchymstreifen stehen. Die Mine ist jetzt aufgetrieben, wenig durchsichtig, mit weißer, runzliger Oberflache. Bei einer Treibzucht im Herbst konnte ich die Entwicklung der Mine gut beobachten. Die Raupen kamen leider nicht bis zur Verpuppung, sie starben vorher ab, weil Carex flacca in Hydrokultur schlecht gedeiht. Ende April, bzw. Ende Juni verläßt die Raupe die Mine und spinnt sich am Blattgrund desselben oder eines unmittelbar benachbarten Blattes mit einem Gürtelfaden zur Verpuppung fest. Anfang Mai, wenn die Vegetation noch nicht zu dicht ist, kann man die Puppen beim systematischen Absuchen der Carex-Pflanzen leicht finden. Die Falter erscheinen von Anfang bis Mitte Mai und wieder im Juli. Sie fliegen unmittelbar nach Sonnenuntergang und sind durch ihre helle Färbung leicht zu entdecken. Ans Licht kamen sie nie."

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Literatur

4.3. Informationen auf anderen Websites (externe Links)