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Weibchen
Erstbeschreibung
LebendfotosFalterDiagnoseBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenTaxonomieLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Poaceae:] Festuca rubra ssp. arenaria [= Festuca arenaria] (Sand-Rot-Schwingel ?)
  • [Poaceae:] Koeleria macrantha [= Koeleria cristata] (Zierliches Schillergras)

Hering (1891: 207-208) meldete in seiner Erstbeschreibung: "Baltica wurde bisher ausschließlich bei Misdroy angetroffen und zuerst von Schleich und Frau Diederichs im August 1887 aus Minen von Koeleria cristata, später auch aus Festuca arenaria erzogen. Die Falter von letzterer Pflanze fallen im Ganzen etwas größer aus, als die von Koeleria. Es erscheint bemerkenswerth, daß die Minen noch unmittelbar am Strande gefunden wurden, wo sie bei Sturm und Hochfluth oft unter Wasser stehen. Eine Folge hiervon scheint die zu sein, daß die Raupe sich zur Verwandlung ein außergewöhnlich festes, pergamentartig weißgraues Gespinnst anfertigt, das an beiden Enden nach Art der Lyonetia-Hängematten an zwei langausgezogenen Zipfeln befestigt wird. An Koeleria, die höher auf den Dünen wächst, fällt das Gespinnst merklich lockerer, aber doch ähnlich dem eben erwähnten aus. Die Raupe ist kleiner, als die von aridella an Poa nemoralis, dunkler schmutzig citronengelb, der Kopf stärker eingezogen, die Zeichnung des ersten Segments geschlossen hufeisenförmig, nicht wie bei jener in der Mitte meist durchbrochen."

Baran & Buszko (2005: 14) konnten die Art an zwei weiteren Fundstellen an Polens Küste eingehend studieren. Sie stellten dabei fest: "In the study sites, larvae of Elachista baltica Hering, 1891 have been found on Festuca rubra ssp. arenaria (Obs. Syme only. They mine mainly in lower leaves of this grass. The larvae start mining near the tip of the leaf, then feed downwards, making a flat, whitish, whitish green, or yellowish blotch mine (sometimes the larvae can mine towards the tip of the leaf). The blotch may occupy the whole width of the grass-blade, especialy in proximal half (Fig. 9). The dark green to blackish frass is irregularly scattered within the mine. Generally, the mines of this species are difficult to detect, mainly because of somewhat longitudinally rolled leaves of the food plant. During the research, tenanted mines were collected by the end of April and in the first days of May." Und dann folgt die Frage nach Koeleria als weitere Raupennahrungspflanze: "Apart from Festuca rubra ssp. arenaria, Hering (1891) also mentions Koeleria macrantha (Ledeb.) Schultes as a host plant for E. baltica. However, this grass is not present in either studied localities." Da schwingen also leise Zweifel an der (Mit-)Nutzung von Koeleria macrantha mit, jedoch hatten die Autoren auch Paratypen mit den entsprechenden Etiketten untersucht und gelistet, so dass an der damaligen Bestimmung eigentlich nichts auszusetzen ist. Sicher ist nur, dass die Art weitgehend an Festuca rubra ssp. arenaria gebunden ist. Kaila (2019: 27) akzeptiert dann auch beide Nahrungspflanzen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Taxonomie

Baran & Buszko (2005) betrachten die Art, die zuvor als Synonym vom Elachista freyerella (Hübner, 1825) galt, als bona species.

4.2. Literatur

4.3. Informationen auf anderen Websites (externe Links)