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1. Lebendfotos
1.1. Falter
1.2. Ausgewachsene Raupe
1.3. Jüngere Raupenstadien
1.4. Fraßspuren und Befallsbild
1.5. Puppe
2. Diagnose
2.1. Weibchen
2.2. Geschlecht nicht bestimmt
2.3. Genitalien
2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen
2.4. Erstbeschreibung
3. Biologie
3.1. Habitat
3.2. Nahrung der Raupe
- [Betulaceae:] Corylus avellana (Gewöhnliche Hasel)
- [Betulaceae:] Carpinus betulus (Hainbuche)
- [Betulaceae:] Betula pendula (Hänge-Birke)
- [Betulaceae:] Betula sp. (Birke)
- [Malvaceae:] Tilia cordata (Winter-Linde)
- [Sapindaceae:] Acer campestre (Feld-Ahorn)
- [Sapindaceae:] Acer pseudoplatanus (Berg-Ahorn)
- [Fagaceae:] Fagus sylvatica ? (Rotbuche ?)
- [Salicaceae:] Salix caprea ? (Sal-Weide ?)
Stainton (1873: 345-347) rüstet uns gut aus, wenn wir diese Raupe finden wollen: "Wenn wir im September die Haselnuss- und Weissbuchensträucher besichtigen, so entdecken wir vielleicht Blätter, die paarweise flach über einander liegend zusammengesponnen sind. Findet sich nun beim Versuch, sie von einander zu trennen, dass eine hellgelbgrüne Raupe mit drei schwärzlichen Querbinden auf den vordersten Segmenten zwischen ihnen ihren Wobnsitz aufgeschlagen bat, so dürfen wir kein Bedenken tragen, diese Raupe als die des Ypsolophus ustulellus anzusehen." Und weiter zur Lebensweise: "Die Raupe lebt im September und October zwischen flach zusammengezogen Blättern von Corylus und Carpinus Hübner hat sie auch auf der Birke abgebildet, und der verstorbene Herr Edmunds in Worcester hat wirklich im Jahre 1861 ein Exemplar von einer Birke abgeklopft. Nach Dr. Breyer's Aussage kommt sie auch an Wollweiden vor. Die ausgewachsene Raupe verlebt den Winter unverwandelt und verfertigt erst im folgenden Frühling zwischen Blättern ein leichtes Cocon, worin sie zur Puppe wird".
Dazu passend fand Peter Buchner die Raupe in Niederösterreich an Betula pendula, Heidrun Melzer in Sachsen an Carpinus betulus. Stainton (1873: 345-347) erwähnte, dass sich die Falter auch auf Lindenblättern sonnten, und tatsächlich konnte Heidrun Melzer in Sachsen die Raupe auch an Winterlinde (Tilia cordata) finden - in Nordwest-Europa soll das sogar die Hauptnahrungspflanze sein. Ein weiterer Raupenfund in Sachsen betrifft den Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus. Daraus ist abzuleiten, dass die Liste von Schütze (1931: 134) weitgehend stimmen dürfte: "Zwischen zwei versponnenen Blättern von Acer campestre, Betula, Carpinus, Corylus, Tilia, Salix, Fagus. Verwandlung zwischen den Blättern. Nach Angerer überwintert die Raupe zwischen zusammengesponnenen Blättern (Kaltenbach)."
(Autor: Erwin Rennwald)
4. Weitere Informationen
4.1. Andere Kombinationen
- Tinea ustalella Fabricius, 1794 [Originalkombination]
4.2. Synonyme
- Tinea capucinella Hübner, 1796
- Ypsolophus cornutus Fabricius, 1798
4.3. Literatur
- Erstbeschreibung: Fabricius, J. C. (1794): Entomologia systematica emendata et aucta. Secundum classes, ordines, genera, species adjectis synonimis, locis, observationibus, descriptionibus 3 (2): 1-349. Hafniae (C. G. Proft, Fil. et Soc.). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [307].
- Kayser, C. (2024): Ergänzungen zur Kleinschmetterlingsfauna Niedersachsens (2) (Microlepidoptera). — Melanargia 36 (3/4): 124-140.
- SCHÜTZE (1931): 134
- Stainton, H. T. (1873): The natural history of the Tineina 13: I-VIII, 1-377, pl. I-VIII. London (John van Voorst) – Paris (Deyrolle) – Berlin (E. S. Mittler und Sohn). — Digitalisat auf archive.org: [344-353], [pl. VIII fig. 1] (unter dem Namen Ypsolophus ustulellus).



















































